Manfred Kersten

geb. in Köln 1929

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Manfred Kersten (1929)

Manfred Kersten wird am 16. Oktober 1929 in Köln geboren. Seine Eltern stammen aus dem gehobenen Bürgertum. Die Familie ist fest im katholischen Glauben verwurzelt. Manfreds Vater ist bis 1933 Zentrumsmitglied und entschiedener Gegner des NS-Regimes.

Mit sechs Jahren wird Manfred Zeuge eines Besuch Hitlers in Köln. Dabei beobachtet er in Begleitung seiner Eltern, wie Adolf Hitler auf dem Balkon des Dom-Hotels vor die jubelnde Menschenmengen tritt. Für den Sechsjährigen ist der Trubel um die Person Hitlers zunächst nicht verständlich, doch die Faszination geht nicht völlig an ihm vorüber. Obwohl er spürt, dass er sich damit in ein Spannungsverhältnis zu der Einstellung seiner Eltern begibt, ist diese Thematik in den Spielen mit seinen Freunden recht präsent.

Als nächtliche Alarme und Bombenangriffe auf Köln seit Mitte 1940 immer mehr zum Normalfall werden und auch der Schulunterricht darunter mehr und mehr leidet, beschließen die Eltern, Manfred nach Oberstdorf zu Verwandten zu schicken.

Dort lebt sich er sich schnell und sehr gut ein und bleibt bis Kriegsende in Bayern. Er bekommt dort in Form brutaler Wehrertüchtigung aber auch die erschreckenden Seiten des NS-Regimes zu spüren.

Nach Kriegsende kehrt der nun 15-Jährige wieder zu seinen Eltern zurück, die inzwischen in Godesberg leben. Er schließt nun die Schule ab und nimmt ein Studium auf.

 
 
 

zuletzt bearbeitet am: 05.09.2016