"GroƟdeutsches Reich"

Begriff und Idee von einem Großdeutschland, in dem sich alle deutschen Staaten und Österreich zusammenschließen sollten, gehen noch auf die Revolution von 1848 zurück und tauchten immer wieder auf, so auch als zentrale Forderung im Parteiprogramm der NSDAP von 1920.

Mit dem Anschluss Österreichs im März 1938 schien dieser nationale Traum vorläufig erfüllt und bald sprach man statt vom Dritten oder Deutschen Reich vom Großdeutschen Reich, kürzer von Großdeutschland. Das wucherte aber weiter und wurde für immer mehr Völker zum imperialistischen Albtraum, denn die Nationalsozialisten verleibten ihm schrittweise „deutsche“ Gebiete im Sudetenland, Memel und Danzig, Böhmen und Mähren, nach Kriegsbeginn das polnische Generalgouvernement, Eupen-Malmedy und Elsass-Lothringen ein.