Evangelisches Jugendwerk lehnt Eingliederung ab
Im Januar 1934 verteilt das Evangelische Jugendblatt ein Flugblatt, in dem das Eingliederungswerk in die HJ abgelehnt wird. Als Grund wird die Doppelmitgliedschaft genannt, die "doppelte, gleichartige Befehlsstellen und unausbleibliche Reibungen" schaffe, die zu "fortgesetzten Spannungen und Konflikten" Anlass geben würden.
Zuvor war in einem Rundschreiben vom 26. August 1933 die Doppelmitgliedschaft nicht nur bejaht, sondern auch angestrebt worden und damit eine "engere Arbeitsgemeinschaft" mit der HJ.
Der Westdeutsche Beobachter erregt sich in einem Beitrag vom 11. Januar 1934 über den Stimmungswechsel und appelliert an die evangelischen Jugendlichen, sich nicht länger durch die "widerspruchsvollen Mätzchen" ihrer Führer "bluffen und einfangen" zu lassen und mahnt: "Steht treu zur Fahne der Kirche und ihres Oberhauptes. Steht treu zu der jungen Millionengefolgschaft unseres Volkskanzlers."