Evangelischer Jungmännerverein Bornheim stark verkleinert
Wilhelm Sch. aus Köln-Bayenthal meldet dem Westdeutschen Jungmännerverein in Wuppertal, dass der Bornheimer Jungmännerverein, der offenbar zur evangelischen Gemeinde Köln-Bayenthal zählt, seit dem 1. Januar 1934 nur noch fünf Mitglieder umfasse. „Durch die vielen Austritte hat sich die Zahl der Mitglieder sehr verringert." Deshalb sei künftig auch nur noch die Zusendung von fünf Exemplaren der Zeitschrift „Der Ruf" notwendig.
Mitte September 1934 war die CVJM-Arbeit in Bornheim dann offenbar gänzlich zum Erliegen gekommen. Am 18. September teilte Sch. Dann nach Wuppertal mit, dass der Verein „praktisch nicht mehr" bestehe. „An sich war es schon immer ein ganz kleiner Kreis, der nun durch die Entwicklung der letzten Zeit auseinandergefallen ist. Zum Teil sind die jungen Leute in SA und HJ untergetaucht und stehen für unsere Arbeit, die in Bornheim natürlich nur an Sonntagen zum Tragen kam, nicht mehr zur Verfügung. Wir haben zwar in der letzten Zeit hin und wieder versucht, Zusammenkünfte zu arrangieren, mussten aber dann doch einsehen, dass es ein nutzloses Beginnen ist."
Unter diesen Umständen bat Sch. darum, „den ehemaligen Bornheimer Verein aus dem Westbund zu streichen" und auch Gauwart Porsch hierüber zu unterrichten.