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Heroische Gestalten jüdischen Stammes

Es handelt sich um eine kurz zuvor, zum Jahresbeginn 1937 vom Reichsbund jüdischer Frontsoldaten (RjF) herausgegebene Publikation, die hier vollständig einzusehen ist. 

Max Schönenberg schenkte seinem Sohn dieses Buch sicherlich aus voller Überzeugung und mit konkreten Absichten. In dessen Einleitung, die der aus Aachen stammende Initiator und Vorsitzende des „Reichsbund jüdischer Frontsoldaten“, Leo Löwenstein, verfasst hatte, heißt es u.a.:

„In einer gewaltigen Zahl reihen sich die drei Jahrtausende hindurch die Heroen des jüdischen Stammes: von den biblischen Kämpfern, Führern, Propheten, den Freiheitshelden (…) bis zu der jüdischen Armee, die im Weltkrieg kämpfte und starb“.

Auch zu Beginn des Jahres 1937 versuchte der RjF, dem auch Max Schönenberg angehörte, weiterhin selbstbewusst auf die Verdienste solcher „jüdischer Heroen“ hinzuweisen, zu denen insbesondere auch die Soldaten des Ersten Weltkriegs gezählt wurden.

Nach dem Wunsch der Herausgeber sollte der schmale Band den Auftakt bilden „zu einer umfassenderen Geschichte heldischen Geistes in jüdischem Stamme“. Noch wichtiger aber erschien es Leo Löwenstein, dass das Büchlein einen Beitrag dazu leisten würde, insbesondere die jungen jüdischen Männer - Frauen fanden in der Schrift keine Erwähnung - angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen „mit diesem Geiste zu erfüllen“. „Es hat wenige jüdische Generationen in den drei Jahrtausenden gegeben, für die dieser Geist so notwendig war, wie für die nun der Frontgeneration folgende. Darum gibt es für die Frontgeneration auch keine wichtigere Aufgabe, als dafür Sorge zu tragen, daß dieser heroische Geist in unsere junge Generation eingepflanzt wird und vielfache Frucht erbringt. Nur in heroischem Geiste wird die junge Generation und mit ihr unsere jüdische Gemeinschaft in Würde und Ehre bestehen können.“

Genau das beabsichtigte Max Schönenberg wohl seinem Sohn auf den ungewissen Weg nach Palästina und in die Zukunft mitzugeben.

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