Jüdisches Gemeindeblatt Köln (1933-1938)
Die Zeitung erschien von 1931 bis zur Nummer 16 des Jahres 1933 unter dem Titel "Gemeindeblatt der Synagogen-Gemeinde zu Köln am Rhein" - unter anderem auch als "amtliches Organ des Gemeindevorstandes". Als Verlag fungierte die Geschäftsstelle der Kölner Synagogengemeinde.
Mit der am 1. September 1933 erscheinenden Nummer 17 veränderte sicher Name in "Gemeindeblatt für die jüdischen Gemeinden in Rheinland und Westfalen". Nun diente die Zeitung bis zur Nummer 31 vom 15. Dezember 1933 als "und "Organ für die amtlichen Veröffentlichungen", danach als "Organ für synagogale Nachrichten". Mit Nummer 22 vom 9. August 1935 wurde der Untertitel erneut verändert. Das "Gemeindeblatt" firmierte nunmehr bis zum 30. April 1937 als "Jüdische unabhängige Zeitung für Westdeutschland".
Eine letzte Umbenennung erfolgte mit Nummer 19 am 7. Mai 1937. Der Titel lautete nunmehr "Jüdisches Gemeindeblatt für Rheinland und Westfalen" ohne weitere Untertitel. Seine letzte Ausgabe erschien mit der Nummer 44 am 4. November 1938.
Mit dem Pogrom vom 9. November war die Zeit lokaler bzw. regionaler jüdischer Zeitungen beendet. Am 23. November 1938 erschien die erste Nummer des von der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland herausgegebene Organ "Jüdisches Nachrichenblatt".
Die hier präsentierten Ausgaben stammen zum weitaus größten Teil aus dem Bestand der Universität Köln, von der sie auch digitalisiert wurden und seitdem gemeinfrei zur Verfügung stehen. Sie sind dort auch unter www.ub-uni-koeln.de abrufbar. Fehlende Ausgaben konnten weitgehend aus anderen Quellen ergänzt werden.