Lützowstraße 39: Jüdisches Altersheim
Während die Hausnummern Lützwowstraße 35-37 weiterhin als Handwerkerschule genutzt wurden, diente das Nebenhaus Nr. 39 - vermutlich ab Frühjahr 1941 - als sogenanntes „jüdisches Altersheim“ und somit als Gettohaus.
Die Kinder und Betreuer des Kinderheims wurden dagegen in das Gettohaus Cäcilienstraße 18-22 eingewiesen und von dort aus im Juli 1942 nach Minsk deportiert, wo alle Insassen des Transports - mehr als 1.000 Menschen - kurz nach der Ankunft ermordet wurden.
In den geräumten Häusern Lützowstraße 35-39 richteten die Behörden später Unterkünfte für den Sicherheits- und Hilfsdienst (SHD) ein. Der durch Bomben stark beschädigte Komplex wurde in den 1950er Jahren abgebrochen, das Areal neu bebaut.