Eröffnung des HJ-Zeltlager an der Agger
In der Nähe von Lohmar im Siegkreis hat die Hitlerjugend des Bannes 53 und das Jungvolk des Jungbanns 1/53 und II/53 ihr diesjähriges Zeltlager eröffnet. Hier werden ca. 2500 Jugendliche über drei Wochen lang ihre Ferien verbringen. In der Mitte der 150 weißen Zelte ist ein Platz mit großer Fahnenstange zum Antreten eingerichtet, über Lautsprecher werden Befehle gegeben. Das Lager ist bewacht, und die Besuchszeiten sind geregelt: "Lagerinsassen können nicht planlos das Lager verlassen." Die straffe Kontrolle und Disziplin im Lager kommentiert Bannführer Küch folgendermaßen: "Die drei Wochen des Lagerlebens sind nicht von jener spießbürgerlichen Romantik bestimmt, die immer bei den früheren Jugendbünden zu finden war, sondern das Lagerleben der Hitler-Jugend atmet nationalsozialistischen Geist."
Eröffnung des HJ-Ferienlagers im Aggertal (bei Overath)
Der Bann 16 der HJ hat sein Ferienlager für rund 2000 Jugendliche bei Overath errichtet. Zur Eröffnung erscheinen nicht nur Funktionäre der HJ, sondern auch Regierungspräsident Dr. Diels. Nach Angaben des Westdeutschen Beobachters äußerte Diels die Hoffnung, daß die nationalsozialistische Jugend im Lager zu "Kameradschaft, Treue und Disziplin" erzogen werde. Zu diesem Zweck war ein Ferientag im Lager vollständig durchorganisiert: Zwischen dem Wecken um 6.00 Uhr morgens und der Lagerruhe um 22.00 hatte man nur eine Stunde Freizeit. Der übrige Tag war verpflichtend untergliedert in Frühsport, Essen, Lagerdienst, Einzelausbildung, Vorträgen, Sport, Gemeinschaftsspiel und Lagerabenden. Das Ziel des Lagers war es, die Jugendlichen körperlich und geistig im nationalsozialistischen Sinne zu erziehen, wie der Westdeutsche Beobachter schreibt: "Wirkliche nationalsozialistische Schulung in Wort und Tat wird so gelehrt, daß sie jedem Jungen verständlich ist. Kurzum, jeder Junge, der aus unserem Lager kommt, ist ein Hitlerjunge!"
Gauleiter besichtigt Zeltlager der HJ
Gauleiter Grohé besichtigt drei der großen HJ-Zeltlager im Gebiet Mittelrhein. Es handelt sich dabei um die Zeltlager bei Haus Tanneck, um das Overather Lager und das Lager bei Lohmar im Aggertal. Folgt man der Berichterstattung des nationalsozialistischen Westdeutschen Beobachters, dann waren die Zustände in allen Lagern tadellos. Beinahe erscheinen die Lager als nationalsozialistische Schrebergartenanlagen, in denen sich Idylle und Weltanschauung miteinander verbinden: "Fast vor allen Zelten hatten die stets geschäftigen Pimpfe kleine Gartenanlagen errichtet, Hakenkreuze, Siegrunen und HJ-Zeichen mit Blumen und Rasenflächen hergerichtet: vor einigen Zelten waren Inschriften wie "Jugend zwingt es doch!", "Wir schmieden Deutschland!", "Ein Volk, ein Führer" und "Das Volk stimmt mit ja!" in den Boden eingegraben.
Zeltlager der rheinischen Hitlerjugend: Ein Überblick in Zahlen
Eine kurze Meldung im Westdeutschen Beobachter verdeutlicht den Massencharakter der Fahrten und Lager der Hitlerjugend: "Im Monat Mai wurden vom Gebiet Mittelrhein in der Hitlerjugend 37 Zeltlager (Gefolgschaftsslager) mit insgesamt 1500 Jungen veranstaltet. Außerdem gingen 38 Gefolgschaften mit zusammen 2000 Jungen auf mehrtägige Fahrten." In den Monaten Juli und August fanden im Gebiet Mittelrhein zehn Zeltlager der Banne und Jungbanne des Gebietes statt, an denen rund 25.000 Jungen teilnahmen.