Hitlerjugend als einzige Jugendvertretung
Der Westdeutsche Beobachter verneint jeden "Zusammenhang zwischen Jungvolk und bündischer Jugend". Es seien allein Gegner des Nationalsozialismus, die behaupten, dass das Jungvolk aus der bündischen Jugend komme: "Nun kommen aber die kleinen Geister und können nicht begreifen, dass sich hier etwas Neues auftut; sie zeigen auf unsre flatternden schwarzen Fahnen mit der weißen Siegrune und auf dieses und jenes bei uns und erzählen, daß dies alles "Bündisch" sei. Ist es wirklich bündisch, wenn wir Landsknechttrommeln haben oder wenn man bei uns die Klampfe spielt oder wenn wir alte deutsche Landknechtslieder und sogar Madrigale singen? [...] Nie sind wir bündisch und eigenbrötlerisch, weil unser Singen und Klingen aus unserm ewig jungen Volk gewachsen ist und volksgebunden ist, weil unser Ziel Deutschland heißt."
In der gleichen Ausgabe findet sich ein Artikel, der sich gegen die katholischen Jugendorganisationen richtet. Allein die Hitlerjugend sei die einzig legitime Jugendvertretung: "Die spießbürgerliche Welt macht uns den Vorwurf, daß wir die ganze deutsche Jugend unter unsern Fahnen marschieren lassen wollen. Wir haben hierzu ein Recht, denn wir haben für die deutsche Jugend gelitten und gestritten, während die übrigen Verbände ihren Träumen nachgingen. [...] Die Hitlerjugend hat infolgedessen allein das Recht, sich Staats-Jugend zu nennen und das Recht, als einzige Jugendvertreter in Deutschland zu leben."