"Mai-Offensive" der HJ
Der Westdeutsche Beobachter gibt am 3. Mai 1934 die "Mai-Offensive" der Hitlerjugend des Gebietes Mittelrhein bekannt bekannt: "Nach dem 1. Mai beginnt der große Werbefeldzug in Land und Stadt des gesamten Gebiets Mittelrhein. An allen Orten, in denen sich eine Schule befindet, werden in eindringlichen Kundgebungen alle die herangeholt werden, die noch wert und willens sind, in den Reihen der Hitler-Jugend und des Bundes deutscher Mädel ihre frische Jugendkraft in den selbstlosen Dienst für Volk und Vaterland zu stellen." An diesen Kundgebungen sollen sämtliche Lehrer und Schüler, Eltern und alle Organisationen der Partei am Ort teilnehmen. Der Artikel im Westdeutschen Beobachter richtet sich einmal mehr gegen die Angehörigen der konfessionellen Jugendverbände, die sich nicht in die HJ eingliedern lassen wollten.
Die Aktion der HJ wird durch die Partei unterstützt. Der Westdeutsche Beobachter kündigt dazu am 6. Mai an: "In jeder Gemeinde, in jedem Dorf, in jedem städtischen Schulbezirk werden die Eltern, Lehrer und Erzieher, alle Freunde der Jugend, alle, die im Innern jung geblieben sind, und vor allen Dingen natürlich die Jungen und Mädel selbst zu Kundgebungen und Veranstaltungen unter das Hakenkreuz gerufen werden."