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Das Konzentrationslager Kaiserwald

Das KZ Riga-Kaiserwald war das wichtigste und am längsten operierende Konzentrationslager im Baltikum.[1] Es wurde 1943 im Rigaer Ortsteil Kaiserwald (lettisch: Mezaparks) errichtet und nach der Auflösung der baltischen Gettos und jenem in Litzmannstadt zum Sammellager verbliebenen der jüdischen Bevölkerung aus dem gesamten baltischen Raum und damit zu dessen zentralen Ort des Holocaust.

Die Lagerinsassen – im März 1944 rund 12.000, von denen rund die Hälfte Frauen waren – hatten die Liquidierung der lettischen Gettos überlebt. Zum Stammlager des KZ Riga-Kaiserwald zählten eine Reihe von Außenlagern und Arbeitskommandos. Deutsche Unternehmen, hauptsächlich die AEG, setzten zahlreiche Frauen aus Kaiserwald als Zwangsarbeiterinnen für die Produktion ihrer elektrischen Geräte ein.

Nach der Besetzung Ungarns durch die deutsche Wehrmacht wurden auch Teile der dortigen jüdischen Bevölkerung nach Kaiserwald deportiert. Als 1944 die sowjetische Armee heranrückte, wurden die weiblichen Gefangenen ins KZ Stutthof bei Danzig verlegt, die Männer in Konzentrationslager im Reichsgebiet. Am 13. Oktober 1944 befreite die Rote Armee das KZ Riga-Kaiserwald.

Fußnoten

[1] Das Folgende nach Klein, Jüdinnen, https://www.memorialmuseums.org/denkmaeler/view/1522/Denkmal-KZ-Kaiserwald, Gottwaldt/Schulle, Judendeportationen, S. 118, Tilman Plath: Rezension zu: Jahn, Franziska: Das KZ Riga-Kaiserwald und seine Außenlager 1943–1944. Strukturen und Entwicklungen. Berlin 2018; in: H-Soz-Kult, 20.03.2019 (<www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-27759>) und Katja Wezel: Rezension von: Franziska Jahn: Das KZ Riga-Kaiserwald und seine Außenlager 1943-1944. Strukturen und Entwicklungen, Berlin 2018; in: sehepunkte 21 (2021), Nr. 5 [15.05.2021] (http://www.sehepunkte.de/2021/05/35812.html).

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