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Opfer

Aufgrund der problematischen Quellenlage basieren einige der folgenden Angaben zwangsläufig auf - begründeten - Schätzungen.

Zwischen November 1941 und Oktober 1942 wurden insgesamt 35.442 Juden aus dem Reichsgebiet und dem „Protektorat“ nach Minsk deportiert. Hierin sind aber auch jene enthalten, die ab Mai 1942 direkt zur Vernichtungsstätte Maly Trostenez gebracht wurden. Von diesen mehr als 35.000 Menschen sollen lediglich zehn „Reichsdeutsche“ ihren Aufenthalt in Minsk bis zur Befreiung überlebt haben. Von den 999 österreichischen Jüdinnen und Juden, die in das dortige Getto deportiert worden waren, sollen lediglich drei diesen Tag erlebt haben.

Nach NS-Statistiken wurden zwischen der Besetzung der Stadt und dem 1. Februar 1943 in Minsk 86.632 Jüdinnen und Juden ermordet. In dieser Zahl dürften sowohl die einheimische jüdische Bevölkerung als auch die nach Minsk Deportierten enthalten sein. Neuere Schätzungen seitens der Forschung gehen von 50.000 bis 85.000 in Minsk ermordeten Jüdinnen und Juden aus, von denen die meisten aus Minsk und dessen Umgebung stammten.[1]

Von den rund 7.000 in das Getto Minsk deportierten deutschsprachigen Jüdinnen und Juden haben nach gegenwärtigem Kenntnisstand knapp 50 überlebt - mehrheitlich Männer der Jahrgänge 1920 bis 1929, was als Beleg dafür gelten kann, dass letztlich nur die jungen und kräftigen, dabei noch mit einem großen Überlebenswillen ausgestatteten Deportierten eine kleine Überlebenschance hatten..

Fußnoten

[1] https://www.memorialmuseums.org/denkmaeler/view/290/Jama-%E2%80%93-Denkmal-f%C3%BCr-die-ermordeten-Juden-des-Minsker-Ghettos (20.9.2021).

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