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Widerstand

Die Insassen des Minsker Gettos organisierten bereits im August 1941 eine Widerstandsbewegung, noch bevor sich eine Untergrundbewegung außerhalb des Gettos etablierte. Eines der Hauptziele der Widerstandsarbeit war die Unterstützung bei Fluchtversuchen in die umliegenden Wälder, um dort Partisanengruppen zu bilden und die deutschen Besatzer zu bekämpfen. Es ging aber auch um die Verbreitung von Nachrichten sowohl über die Zustände im Getto als auch über die aktuelle Lage an der Front.

Die im Untergrund des Gettos arbeitende Bewegung soll nahezu 450 Mitglieder - ein Drittel von ihnen „junge Leute“ - gezählt haben, die ihrerseits in Zellen organisiert waren. Mit kontinuierlicher Hilfe durch den „Judenrat“, der Kleidung, Schuhe, Verstecke und falsche Papiere zur Verfügung stellte, soll so schätzungsweise bis zu 10.000 Jüdinnen und Juden die Flucht aus dem Getto gelungen sein - die genaue Zahl ist jedoch unbekannt. Allerdings gelang es anschließend nur wenigen von ihnen, zu überleben.

Die Widerstandsbewegung arbeitete von Beginn an im prosowjetischen Geist, ohne allerdings konkrete Befehle oder Materiallieferungen von dieser Seite zu erhalten. Allerdings wurden Verbindungen zum Widerstand im nichtjüdischen Teil von Minsk und zu den Partisanen in den Wäldern der Umgebung hergestellt, die mit Waffen, Kleidung und Medizin aus jenen Fabriken unterstützt wurden, in denen Jüdinnen und Juden Zwangsarbeit leisten mussten.

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