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Massenmord

Zu Beginn des Jahres 1942 wurden die ersten beiden Gaswagen nach Minsk geliefert, deren Zahl anschließend auf vier erhöht wurde, wobei die „Einsatzkommandos“ 7b, 8 und 9 jeweils über einen Wagen verfügten, während der vierte wahrscheinlich in Minsk selbst stationiert war. Damit konnte die Ermordung der jüdischen Gefangenen und Internierten durch Kohlemonoxyd beginnen.

Im Frühjahr 1942 nahmen Sicherheitspolizei und Sicherheitsdienst dann die Vorbereitungen für die sogenannten „Heydrich-Aktion“ auf, dem bis dahin größten Massenmord im Getto.

Eine groß angelegte Aktion fand am 2. März 1942 - dem jüdischen Purimfest - statt. Sie allein forderte mindestens weitere 5.000 Opfer, unter denen sich auch eine Gruppe von Kindern aus dem Waisenhaus in der Shpalerna-Straße befand. Sie wurden in die Ratomskaja-Straße gebracht und lebendig in eine dort ausgehobene tiefe Grube geworfen. Der anwesende Generalkommissar für Weißrussland, Wilhelm Kube, soll dabei den verängstigten Kindern eine Handvoll Bonbons zugeworfen haben. Anschließend wurden sie alle ermordet.

Als die im „Arbeitseinsatz“ befindlichen Gettobewohner abends von ihren Arbeitsstellen zurückkehrten, mussten sie sich in den Schnee legen. Anschließend wurden sie nach ihrer Arbeitsfähigkeit selektiert und die Schwachen, Kranken und Alten entweder in die Grube in der Ratomskaya-Straße oder in den Wald von Dzerzhinsk gebracht, wo sie sämtlich erschossen wurden.

Weitere kleinere solcher „Aktionen“ fanden im April 1942 statt.

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