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Das Getto in Minsk

Minsk war mit seinem hohen Anteil jüdischer Einwohner seit jeher ein bedeutendes Zentrum jüdischen Lebens.[1] Nachdem die weißrussische Hauptstadt am 28. Juni 1941 von der Wehrmacht eingenommen worden war, richteten die deutschen Besatzer am 20. Juli 1941 ein Getto ein, in dem etwa 100.000 Jüdinnen und Juden aus Minsk und dessen Umgebung interniert wurden.

Sie wurden mit ungeheurer Brutalität behandelt und mussten tagtäglich mit ihrer Ermordung rechnen, um so Platz für die Transporte der aus dem Reichsgebiet Deportierten zu machen. Deren Zahl belief sich zwischen November 1941 und Oktober 1942 auf mehr als 35.000 Menschen.

Sowohl von den einheimischen als auch von den dorthin deportierten deutschen Jüdinnen und Juden überlebte in Minsk kaum jemand die NS-Zeit. Als die Stadt am 3. Juli 1944 zurückerobert wurde, fanden die sowjetischen Befreier nur noch wenige Angehörige der früheren jüdischen Gemeinde Minsk und lediglich zehn aus Deutschland stammende Deportierte vor.

Fußnoten

[1] Die folgende Darstellung fußt v.a. auf Rentrop-Koch, Sondergetto, Gottwaldt/Schulle, Judendeportationen und http://www.deathcamps.org/occupation/minsk%20ghetto.html (20.9.2021).

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