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Gedenken

Die Initiative, in Majdanek ein Museum und eine Gedenkstätte einzurichten, entstand bereits knapp einen Monat nach der Auflösung des Lagers. Den Antrag hierzu stellte am 19. August 1944 die polnisch-sowjetische „Kommission zur Untersuchung der Verbrechen im Konzentrationslager Lublin“. Schon im Oktober desselben Jahres fiel die Entscheidung und im November 1944 konnte das Staatliche Museum Majdanek seine Arbeit als erste Gedenkstätte dieser Art in Europa auf seine Arbeit aufnehmen. 1946 rief der damalige Lubliner Bischof Stefan Wyszyriski dazu auf, die Überreste der Opfer an anderer Stelle beizusetzen. Daraufhin wurden die Aschehalden 1947 abgetragen und zu einem Hügel mit einer Grundfläche von 16x32 Metern und einer Höhe von 7 Metern geformt.

Im September 1969 wurde zum Gedenken an die Opfer des Konzentrationslagers Majdanek ein von Wiktor Tolkin entworfener dreiteiliger Komplex eingeweiht. Am Ort des früheren Eingangs zum Häftlingslager steht seitdem ein „Tor zur Hölle“ genanntes Gedenktor mit einer beidseitig von Steinblöcken und Findlingen gesäumten „Höllenschlucht“.

Die heutige, 1995 eröffnete historische Ausstellung befindet sich in zwei ehemaligen Lagerbaracken und ist nicht fehlerfrei. Sie widmet sich dem Lager selbst, dem für die Verbrechen verantwortlichen Personal und den Schicksalen der Häftlinge. Im ehemaligen „Feld 3“ wurde in mehreren Baracken der Versuch unternommen, die Lebensbedingungen der Häftlinge zu rekonstruieren.

In Majdanek blieben vergleichsweise viele Lagergebäude erhalten, die in Teilen rekonstruiert wurden. So können Besucher noch einige Baracken, zwei Gaskammern, das Krematorium sowie einige Reste der SS-Gebäude besichtigen.

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