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Widerstand und Flucht

In Majdanek gab es auch Ansätze organisierten Widerstands. So gelang - allerdings nicht sehr vielen - Gefangenen die Flucht, was sie in die Lage versetzte andere über die Strukturen und Haftbedingungen im Lager informieren. Darin bestand ohnehin ein großes, wenn nicht das größte Ziel derartiger Aktionen: Zeugnis abzulegen über die unglaublichen und unbeschreiblichen Dinge, die in Majdanek geschehen waren.

Während der Massenexekution im Zuge der Aktion „Erntefest“ kam es am 3. November 1943 vereinzelt zu Akten des Widerstandes. So versuchten die in einer Baracke auf „Feld 5“ eingeschlossenen jüdischen Frauen durch lautes Schreien und Bitten in einem unmittelbar benachbarten Lager eintreffende jüdische Kriegsgefangene aus der Sowjetunion auf ihr Schicksal aufmerksam zu machen. Tatsächlich begannen daraufhin einige von ihnen, ihre Bewacher anzugreifen, wobei drei SS-Männer getötet oder verwundet wurden. Die Widerständler wurden daraufhin auf der Stelle erschossen.

Zwei Angehörige des Sonderkommandos, die nach der Aktion „Erntefest“ die Leichen verbrennen mussten sowie eine Angehörige des „Filzkommandos“ gelang es im Frühjahr 1944 zu fliehen. Auch sie konnten später über die ungeheuren Ereignisse berichten.

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