Menü

Opfer

Gegen Kriegsende war Buchenwald zeitweise das größte Konzentrationslager im Deutschen Reich. Obwohl es kein Ort ausgesprochener Vernichtung war, wie jene in Polen nach nahezu industriellen Maßstäben errichteten deutschen „Todesfabriken“, so war auch das Lager nahe Weimar ein zigtausend-fache Mordstätte des NS-Regimes. Eine ungeheure Zahl an Gefangenen wurde hier von der SS ermordet oder sie starben an den in Buchenwald praktizierten unmenschlichen Arbeits- und Lebensbedingungen. So galten bereits im März 1944 mehr als 80 Prozent der Häftlinge des Hauptlagers als unterernährt, jeder Zehnte von ihnen litt an Tuberkulose.

Zwischen 1937 und 1945 waren hier mehr als 56.000 Menschen an Folter, medizinischen Experimenten und Auszehrung gestorben oder - wie über 8.000 sowjetische Kriegsgefangene - unmittelbar nach ihrer Ankunft im Lager in der eigens für solche Zwecke errichteten „Genickschussanlage“ ermordet worden.

Als die Amerikaner im April 1945 Buchenwald befreit und über die dortige Lage erste Eindrücke gewonnen hatten, äußerte ein fassungsloser und entsetzter Dwight D. Eisenhower als der Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte: „Nichts hat mich je so erschüttert wie dieser Anblick.“

Baum wird geladen...