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Dasselstraße 22: Gettohaus

Um 1930 lebten in der Dasselstraße vorwiegend die Familien von Handwerkern, kleinen Kaufleuten, Angestellten, aber auch etliche Angehörige akademischer Berufe.[1] Sechs der insgesamt 49 Häuser in der Straße hatten in dieser Zeit jüdische Eigentümer.

Das Wohnhaus Dasselstraße 22 wurde 1903/04 errichtet und war lange Zeit in jüdischem Besitz. Nachdem seit etwa 1936 vermehrt jüdische Mieter zugezogen waren, wurde das Gebäude 1940 an eine nichtjüdische Kölnerin verkauft.

Danach nutzten es die Kölner Wohnungsbehörden als Gettohaus, so dass es für viele der Bewohner zur letzten Adresse vor ihrer Deportation wurde. Die meisten von ihnen wurden im Oktober 1941 in das Ghetto Litzmannstadt, einige Anfang Dezember 1941 in das Ghetto Riga verschleppt.

Fußnoten

[1] Die Darstellung folgt Becker-Jákli, Jüdisches Köln, S. 221 und 228.

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