Auflösung und Ende
Nach dem Aufstand nutzte die SS das Lager Sobibor nicht weiter, sondern ging umgehend daran, es abzubauen und einzuebnen.
Zur Demontage wurden am 20. Oktober 1943 etwa 100 Gefangene aus Treblinka nach Sobibor gebracht, am 4. November folgte ein zweiter Transport von Arbeitskräften. Der Abbruch der Gebäude dauerte etwa einen Monat. Außerdem wurden die Massengräber mit der Asche der Ermordeten verschüttet und das gesamte Gelände aufgeforstet. Wie in Belzec und später auch Treblinka wurde zur Vertuschung der Verbrechen auf dem Lagergelände ein unverdächtig erscheinender Bauernhof angelegt.
Die im Zuge dieser Arbeiten eingesetzten jüdischen Gefangenen wurden nach und nach ermordet; die letzten 30 von ihnen am 23. November 1943. Es blieben noch einzelne SS- und Trawniki-Männer auf dem Gelände zurück, bis auch die letzten von ihnen Sobibor im Dezember 1944 verließen.