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Bar Mizwa (Bat Mizwa)

Mit Bar Mitzwa – in Reformgemeinde seit dem 20. Jahrhundert auch die Bat Mizwa für Mädchen - wird im Judentum die religiöse Mündigkeit von Heranwachsenden bezeichnet. Jungen erreichen sie im Alter von 13, Mädchen mit zwölf Jahren. Damit geht dieser Übergangsritus mit der physiologischen Pubertät einher. Bar und Bat Mitzwa bezeichnen sowohl den dann erreichten Status als auch den Tag und die Feier, an dem diese Religionsmündigkeit eintritt.

Die Jugendlichen sind nunmehr alleine dafür verantwortlich, alle an sie gestellten Anforderungen zu erfüllen. Sie werden als vollwertige Mitglieder in die Gemeinde aufgenommen und an diesem Tag erstmals voll in den Gottesdienst einbezogen. Von nun an dürfen bzw. müssen die alle religiösen Aufgaben erfüllen, etwa in der Synagoge aus der Tora vorlesen. Dazu gehört auch das Anlegen von Tefillin, d. h. Lederkapseln, die Tora-Stellen auf Pergament enthalten und mit Lederriemen an Hand und Kopf befestigt werden.

Nach der religiösen Zeremonie wird von den Eltern des Bar- oder der Bat-Mitzwa gestifteter Imbiss, Kiddusch genannt, für alle Teilnehmer*innen des Gottesdienstes serviert. Am Abend oder am nächsten Tag findet dann das eigentliche Fest statt, an dem oft mehrere hundert geladene Gäste teilnehmen.

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