Katholische Geistlichkeit in Warburg hindert Aufbau der HJ
Der Sonderbeauftragte des Obersten SA-Führers beim Landratsamt in Warburg informiert den Sonderbeauftragten des Obersten SA-Führers für den Regierungsbezirk Minden in Bielefeld am 7. April 1934 über die „Wühlarbeit“ katholischer Pfarrer im Kreis Warburg, die er als eine ernste Gefahr für den Aufbau der HJ ansieht:
„Die katholischen Pfarrer arbeiten seit etwa acht Tagen systematisch daran, unsere Hitler-Jugend, Jungvolk, BDM und NS-Frauenschaft durch Zersetzung zur Auflösung zu bringen, um die dann freigewordenen Mitglieder in ihre neugegründeten katholischen Vereine aufzunehmen. Tatsächlich ist es der katholischen Geistlichkeit durch ihre dauernde Wühlarbeit innerhalb und außerhalb der Kirche gelungen, fast in jedem Ort kath. Jugendverbände zu gründen. Die Predigten der kath. Geistlichkeit sind so gehalten, dass die Bevölkerung ohne Weiteres verstehen muss, dass es gegen die Regierung gehen soll, in keinem Falle aber ist es möglich, nach den gegebenen Bestimmungen eingreifen zu können.“