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Ereignisse
1934
November

"Der erste HJ-Tonfilm uraufgeführt"

"Heinz Deinert an die Eltern", unter diesen Überschriften berichtet ein Artikel der Essener Nationalzeitung am 26.11.1934 über einen HJ-Film, der in einem HJ-Sommerlager gedreht wurde und "am Samstagabend im Rahmen einer großen HJ-Kundgebung im Düsseldorfer Planetarium zum ersten Mal öffentlich vorgeführt wurde." Es war eines jener Zeltlager, über die auch ausführlich in der NZ berichtet wurde.

"Welch großes Interesse dem Film entgegengebracht wird, ergibt sich schon aus der Tatsache, dass schon lange vor Beginn der Kundgebung die doch immerhin 3000 Personen fassende große Halle des Planetariums bis auf den letzten Platz belegt war und deshalb polizeilich geschlossen werden musste."

Die Kundgebung selbst sei eingeleitet worden durch Fanfarenmärsche und Lieder der Düsseldorfer Spielschar. Anschließend sprach Heinz Deinert und wandte sich dabei insbesondere an die Elternschaft der Hitlerjungen und brachte ihnen den Kampf und die Ziele der Hitlerjugend nahe. Weiter wird berichtet: "Scharf ging der Gebietsführer vor allem mit denen ins Gericht,  die - weil sie keine anständigen Gründe finden können - gegen die Hitlerjugend den an den Haaren herbeigezogenen Vorwurf der Kirchenfeindlichkeit erheben und entgegnete darauf ganz klar und unmissverständlich für jeden, der es wissen will:

 'Wir haben nichts zu tun mit jener Richtung, die sich deutschgläubig nennt. Wir sind die jungen politischen Soldaten Adolf Hitlers und sonst nichts!'

Weiter wandte sich Heinz Deinert gegen jene Kreise, die so gerne einen Keil zwischen die verschiedenen Erziehungsfaktoren treiben möchten und erklärte, dass nationalsozialistisches Elternhaus, nationalsozialistische Schule und Hitlerjugend immer zusammenstehen werden. Die Hitler-Jugend sieht mit voller Zuversicht in die Zukunft."

Nach der Rede habe Fritz Striewe einen Rückblick auf die Zeltlager des Sommers gegeben, die den Film ja erst ermöglichten.

"Der Film 'Wir unter uns', dessen Verfasser der stellvertretende Abteilungsleiter P in der Gebietsführung Ruhr-Niederrhein, Reinhold Schlonsti ist, und an dessen Herstellung nur Hitler-Jungen gearbeitet haben, wendet sich besonders an die Eltern, denen gezeigt werden soll, wie ihre Jungen in den Zeltlagern der HJ leben, und vor allem - das kann mit guten Recht behauptet werden - im richtigen Geiste erzogen werden. Und man muss schon zugeben, dass dieser Zweck mit dem Film voll und ganz erreicht wird; denn er gibt in prächtiger und ungekünstelter Weise das Lagerleben ganz so dar, wie es auch in Wirklichkeit ist."

Danach werden dann einige Szenen aus dem Film, die sich mit dem Tagesablauf im Lager befassen, beschrieben. Abschließend heißt es in dem Artikel: "Der an vielen Stellen spontan ausbrechende Beifall natürlich besonders der Jugend, zeigte, dass der Film das richtige getroffen hat, - weil er eben das Leben der Jungen so zeigt, wie es wirklich ist. Und weil der Film wahrheitsgetreu ist, wird er überall, wo er über die Leinwand gehen wird, ungeteilten Beifall finden."

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