Die Gestapo Bielefeld berichtet
Am 4. Dezember 1934 berichtet die Gestapo Bielefeld über den Monat November:
„Im Laufe des Berichtsmonats war die allgemeine politische Lage in hiesigen Staatspolizeibezirk gegenüber meinen Vorbericht unverändert. Die Stimmung in der Bevölkerung ist augenblicklich im Allgemeinen zufriedenstellend. Wesentlich trägt hierzu die ausreichende Versorgung der minderbemittelten Volksschichten mit Winterkartoffeln und Brennmaterial bei. Das Vertrauen der Arbeiterschaft zur Reichsregierung, insbesondere zum Führer und seine Maßnahmen verankert sich mehr und mehr.“
Unter „Katholische Bewegung“ heißt es weiter:
„Die allgemeine Lage in der katholischen Kirche ist unverändert. Staatsfeindliche Bestrebungen oder Ausschreitungen seitens der katholischen Geistlichkeit sind nicht beobachtet worden.
Mit besonderer Freude werden die Kämpfe im evangelischen Kirchenstreit beobachtet.
Immer weniger scheint die katholische Kirche geneigt, in der Frage der katholischen Jugendverbände dem Staate Konzessionen zu machen. Dabei wird von oben nach Möglichkeit alles vermieden, sich nach außen hin irgend eine Blöße zu geben.
Von den Kanzeln wird in schärfster Weise gegen Rosenbergs ‚Mythos‘ Stellung geronnen.“