Heime für HJ-Führerschulung
Am 6. August 1934 teilt die Abteilung „Schulung und Kulturarbeit“ der Reichsjugendführung den Gaupropagandaleitern Folgendes mit:
„Eine der wichtigsten Aufgaben ist die nationalsozialistische Schulung des Nachwuches.
Wie Ihnen wohl auch bekannt ist, erfolgt in Zukunft die Schulung der Hitler-Jugend
1. durch Richtabendmappen, die jede Woche erscheinen
2. durch Rundfunksendungen, die am Mittwochabend von allen Reichssendern gebracht werden.
Damit aber dieses Schulungsprogramm überhaupt durchgeführt werden kann, ist es notwendig, dass überall genügend Zusammenkunftsräume für die Hitler-Jugend vorhanden sind. Da die HJ bisher in ausreichendem Masse diese Zusammenkunftsräume nicht besitzt, sind wir dabei, eine großzügige Werbung in der Öffentlichkeit für die Schaffung dieser Zusammenkunftsräume zu beginnen. Wir haben uns an alle in Frage kommenden Parteidienststellen (Gauleiter) gewandt und sie gebeten, uns geeignete Räume zur Verfügung zu stellen und unsere Propaganda zu unterstützen.
Wir wenden uns vor allem deshalb auch an Sie mit der Bitte, unsere Propagandaaktion tatkräftigst zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass Ihre Organisation uns bis zum letzten Stützpunktleitor tatkräftigst unterstützt.
Wir haben unsere Dienststellen angewiesen, sich umgehend mit Ihnen in Verbindung zu setzen und festzustellen, welche Wege zweckmäßig für die Heimbeschaffung in Ihrem Gau eingeschlagen werden.“