"Erst anlässlich des Besuches unseres Führers in unserer Vaterstadt vor einigen Tagen, bekundete die Jugend in einer unbeschreiblichen Begeisterung, wie tief das Wollen des Führers in diesen jungen Herzen verankert ist. Eine tiefe Symbolik hatte die gestrige Treuekundgebung auf dem Adolf-Hitler-Platz, die unmittelbar nach den Stunden stattfand, da der Führer Männer, denen er sein restloses Vertrauen geschenkt hatte, als Verräter von sich stoßen musste. Und auch die Jugend fühlte das Ungeheurliche, das sich an diesem Tag abgespielt, uns mehr noch, verspürte gleichzeitig die unbeirrbare, sichere Hand des Führers, die es rechtzeitig verstand, den Verrätern das Handwerk zu legen.
Annähernd 3000 Hitlerjungen des Oberbannes 239 hatten sich eingefunden, Fanfaren schmetterten über den in der Abendsonne liegenden Platz, der den Namen des Mannes trägt, dem sie an einem für ihn so schweren Tag neue, unverbrüchliche Treue bis zum Tode geloben wollte. Oberbannführer Lindenburger begrüßte seine Kameraden und ließ als Auftakt der Kundgebung das Lied der Hitlerjugend klingen."
Nach Oberbannführer Lindenburger sprach Polizeipräsident Zech, der u.a. ausführte: "Ihr habt heute etwas zu hören bekommen, was Eure jungen Köpfe vielleicht im Augenblick, als sie die Kunde vernahmen, nicht begreifen konnten. Ihr habt gehört, dass unser Führer den Stabschef der SA, den Mann, der sein höchstes Vertrauen genossen hat, aus der Partei und SA ausgestoßen hat, weil er ein Verräter wurde. Der Führer hat scharf durchgegriffen und lässt euch sagen, dass er so handeln musste. (...)
Nach ihm sprach der Reichspropagandaleiter der Reichsjugendführung, Oberbannführer Zilcher: "Die Jugend hat das Vorrecht, die Avantgarde des Nationalsozialismus zu sein, so geht uns das alle an. Das bedeutet, dass wir jedem den Kampf ansagen, der versucht, den Willen unseres Führers zu sabotieren, dass wir jede materialistische und kapitalistische Lebensauffassung rücksichtslos beseitigen müssen, das bedeutet Treue dem Führer, Treue unserem Volke, Treue der alten Garde, Treue dem Frontsoldaten und Treue uns selbst gegenüber."
Anschließend sei das Horst-Wessel-Lied schallend gesungen worden und die Jugendlichen durch die Strassen der Stadt gezogen.