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Ereignisse
1934
Juni

Bonner HJ verfolgt katholische Jugend

Auf der Bonner Poststraße werden am 3. Juni 1934 vier bis sechs Mitglieder der katholischen Jugendorganisation im Alter von 14 bis 16 Jahren von Hitlerjungen verfolgt und flüchten sich daraufhin in eine Eisstube. Dort setzen sie sich in eine Ecke und beobachten besorgt den Eingang, an dem sich 18 bis 20 Hitlerjungen im Alter von 15 bis 18 Jahren versammeln. Nach dem Bericht eines Passanten, Gerichtsassessor Müller, der den Vorfall beobachtet, ruft ihr Anführer: „Sollen wir sie herausholen oder warten, bis sie selbst herauskommen. Die werden wir zerschlagen.“

Daraufhin stellt sich Müller in den Eingang der Eisstube, um die HJ am Eindringen zu hindern. Die Hitlerjungen reagieren mit Toben und Schreien darauf und postieren sich in Gruppen von 5,6 Mann in der Nähe. Sie werden schließlich von ihrem Vorhaben, die katholischen Jugendlichen anzugreifen, durch zwei Polizisten abgehalten, die von Müller herbeigerufen werden. Einer der Beamten geleitet die katholischen Jugendlichen nach Hause, während der andere dafür sorgt, dass sie nicht von der HJ verfolgt werden.

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