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Ereignisse
1934
März

HJ stört katholische Jugend nach Beerdigung

Am 17. März 1934 findet in Troisdorf die Beerdigung eines Mitglieds des katholischen Jungmännerverereins statt, an der nach Genehmigung des Landrats der Verein geschlossen mit Fahne teilnimmt. Nach der Beerdigung wird die Fahne abgenommen und zusammengefaltet. Trotzdem erscheint nun die örtliche HJ unter Führung von HJ-Führer Fritz Fischer und verlangt die Herausgabe des Banners [Hintergrund ist das Verbot des öffentlichen Auftretens der konfessionellen Jugendorganisationen]. Der Jungmännerverein verweist auf die Genehmigung, worauf die HJ jedoch entgegnet, Landrat und Bürgermeister hätten hier nicht zu bestimmen. Erst einem hinzugerufenen SA-Mann, der gleichfalls an der Beerdigung teilgenommen hatte (der Tote war Mitglied der SA), gelingt es, die HJ zurückzuhalten. Sobald er verschwunden ist, fordert die HJ indes erneut die Herausgabe der Fahne und droht auch Gewalt an. Es gelingt ihr jedoch nicht, das Banner zu entwenden. Der Aufforderung, die Fahne in den nächsten 24 Stunden bei der HJ abzugeben, lehnt der Kaplan ab und wird daraufhin von Fischer mit „Du schwarzes Schwein“ beschimpft.

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