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Ereignisse
1934
September

Jungbann 55 hat erhebliche Schulden

Am 29. September 1934 legt der Führer des Jungbanns I/55 (Lippe) der NSDAP-Kreisleitung eine Aufstellung vor, die er bei der Übernahme seines Amtes vorgefunden habe. Der Betrag habe sich auf immerhin 4.288,25 RM belaufen, von denen nunmehr 1.844 RM abgetragen seien und weitere 800 RM an Barmitteln in der Kasse vorhanden seien.

„Ich war von Anfang an bemüht die vorhandenen Schulden so schnell wie möglich abzudecken, um einen sogenannten Konkurs des Jungbannes zu vermeiden, sämtliche verfügbaren Gelder habe ich zur Abtragung der Schulden verwandt. An eine Anschaffung von Schulungsmaterial usw. war überhaupt nicht zu denken. Eine weitere Abtragung der vorhandenen Schulden belastet sehr unsere Jugendarbeit, sie ist m.E. kaum noch möglich.

Die Gelder für den Zeitschriftenverkauf für das Gebiet und für den Oberbann sind zur Abtragung der Schulden verwandt worden. Die größten Sorgen bereitet dem Jungbann das Detmolder Autohaus [bei dem man im Dezember 1933 für 900 RM ein Auto erworben hatte]. Jetzt verlangt diese Firma sogar noch vom Jungbann Garagenmiete.

Ich bitte daher diese Angelegenheit im Interesse an unserer Jugendarbeit nochmals eingehend zu prüfen und sehe Ihrem Bescheide hierüber gern entgegen.“

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