Werbung für das Jungvolk in Schönenbach ohne Erfolg
In der Landschule in Schönenbach [heute ein Stadtteil von Waldbröl] wird Anfang November 1934 der Bürgermeister und Ortsgruppenleiter Dr. Bürger vorstellig, um die Kinder der Schule, von denen noch keins im Jungvolk ist, für das Jungvolk zu werben. Der Schulleiter, ein Kirchenvorstandsmitglied und „treuer Katholik“, muss anschließend, nachdem das Jungvolk mit ca. 100 Teilnehmern zu Werbezwecken durch den Ort gezogen ist, bei den einzelnen Eltern vorsprechen und fragen, ob ihre Kinder beitreten würden. Es tritt jedoch nur ein einziges Kind bei, ansonsten bedienen sich die Eltern Ausreden wie „Wir können unsere Kinder selbst erziehen“.
Pfarrer Küppers, der den Vorgang am 8. November 1934 dem Erzbischöflichen Generalvikariat meldet, hofft, dass es nicht als Folge dieses „Misserfolgs“ dazu kommt, dass der Lehrer versetzt wird.