Zahlreiche Übertritte katholischer Jugendlicher zur HJ in Wuppertal-Elberfeld
Für das Dekanat Wuppertal-Elberfeld wird am 9. Juni 1934 zum Stand der katholischen Jugendverbände berichtet, dass bei den 10- bis 14-jährigen Jungen rund die Hälfte zum Jungvolk übergetreten ist. Als häufigste Ursache wird angegeben, dass die Führer abgesprungen sind, zur HJ übergewechselt sind und die Gruppe mitgezogen haben.
Bei den 14- bis 18-Jährigen sind die meisten aus wirtschaftlichen Gründen zur HJ gegangen, da sie sonst keine Lehrstelle bekommen hätten.
Nur die Jungmannschaft der über 18-Jährigen hat sich gut gehalten. Teils ist sie in SA und SS eingetreten, aber die meisten sind nach wie vor im Jungmännerverein tätig.
Die DJK hat sich trotz des langen Spielverbots größtenteils gehalten. Einige Gruppen haben sich mit anderen Sportverbänden vereinigt. Lange, so die Prognose, wird sie sich jedoch nicht mehr halten können. „Man drängt auf Loslösung von der DJK und Selbständigkeitswerdung, um dann doch dem Jungmännerverband treu zu bleiben und der katholischen Sache dienen zu können.“
Der Jungfrauenverein hat hingegen wenige Mitglieder an den BDM verloren. Nur ein kleiner Prozentsatz ist übergetreten, meist der Stellung wegen. Zum Teil sind diese Mädchen jedoch auch weiter im Jungfrauenverein aktiv.
Bei den Neuaufnahmen zu Ostern ist der Prozentsatz jedoch zurückgegangen. Schulmädchen, die bereits im BDM waren, haben sich nicht angemeldet, andere entschieden sich für keine der beiden Gruppierungen. Drei Viertel [Prozentzahl schlecht lesbar!] der Schulentlassenen sind aber in die katholischen Vereine gegangen.