HJ erschwert Arbeit der katholischen Jugend in Grevenbroich
Aus Grevenbroich-Elsen wird am 20. Mai 1934 vom Bezirkspräses über die Situation der katholischen Jungfrauenvereine berichtet, dass die Verlustziffern verhältnismäßig gering seine. Nur für Grevenbroich seien einige Verluste zu verzeichnen, während u.a. in Grevenbroich-Elsen, wo die „Verhältnisse besonders schwierige“ seine, von 250 Mitgliedern nur zehn ausgetreten seien.
In Grevenbroich und besonders in Elsen werden die Mädchen jedoch schon während der Schulzeit „unter stärkstem Druck“ davon abgehalten, dem katholischen Jugendverein beizutreten, sodass nur wenige Neuanmeldungen der schulentlassenen Jugend vorliegen, „da jede Werbetätigkeit einfach unmöglich gemacht ist“.
„Am stärksten“, so der Bericht, „ist der Mangel an Nachwuchs in den Orten, in denen ein besonders reges Vereinsleben herrscht und in denen seitens der Lehrerschaft unter der Jugend gegen die katholischen Jugendvereine Stimmung gemacht wird. Während z.B. in Elsen in den letzten Jahren die Schulentlassenen (Knaben wie Mädchen) restlos unseren Vereinen zugeführt werden konnten, ist die Zahl der Anmeldungen jetzt sehr gering.“ Einladungen zu religiösen Veranstaltungen würden zwar vom größten Teil der Schulentlassenen gefolgt, doch würden es nur wenige wagen, sich anzumelden, da ein Hauptlehrer erklärt habe, die Mitgliedschaft sei verboten.
Immerhin liegen die Zahlen aber noch wie folgt:
Grevenbroich16 Anmeldungen von 32 Schulentlassenen, Allrath 11 von 12, Elfgen 14 von 15, Elsen 5 von 21, Neuenhausen 10 von 16, Noithausen 4 von 5 und Rommerskirchen 24 von 28.