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Ereignisse
1934
Februar

Hitler-Jugend aufs Land!

Das „Rheinische Volksblatt“ berichtet über Aufrufe von HJ-Gebietsführer Deinert und anderen NS-Größen:

„Kameraden! Deutsche Volksgenossen! In diesem kommenden Jahre will die Hitler-Jugend zeigen, dass sie die deutsche Jugend führen kann, dass sie willens ist, ihr Bekenntnis zum deutschen Sozialismus im Dienst an dieser Jugend in die Tat umzusetzen. Gerade die Durchführung der Sozialarbeit wird zur wesentlichsten Aufgabe des Kampfjahres 1934 der Hitler-Jugend gehören. Ich erwarte von allen Führern der HJ und des JV bis zum letzten Hitlerjungen hinunter tätige Mitarbeit, damit wir dem Ziel näherkommen, das uns gestellt ist. Denn dadurch, dass wir auch dem letzten deutschen Jungen helfen, das Elend und die Not vergangener Tage zu vergessen, tragen wir mit dazu bei, neue Hoffnungen und neuen Glauben in die Herzen von Millionen deutscher Jungen zu setzen und sie einzureihen in die große Kampf- und Opfergemeinschaft unserer Bewegung. Wir glauben, dass auch der letzte deutsche Volksgenosse das Werk der Kinderlandverschickung der Hitler-Jugend unterstützen wird. Denn es geht auch hier um Durchsetzung der nationalsozialistischen Revolution. Heil Hitler! Der Führer des Gebietes Ruhr-Niederrhein m.d.F.b. gez. Heinz Deinert, Oberbannführer.

Nach dem Jahr der nationalen Erhebung erfordert das Jahr 1934, das Jahr des Aufbaues, Fortführung und Vollendung der bereits im Jahre 1933 begonnenen Neuwerdung auf allen Gebieten des deutschen Lebens. In vorderster Linie in dem Kampf für die geistige und körperliche Gesundung des deutschen Volkes, insbesondere unserer Jugend ‚steht die Hitler-Jugend als deutsche Staatsjugend. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, dafür zu sorgen, dass unsere in der ungesunden Luft der Großstadt aufgewachsenen Jungens und Mädels, die erholungsbedürftig wurden, sich auf dem Lande erholen, bevor schleichende Krankheiten Körper und Geist befallen und das Aufblühen der jungen Menschenkinder zu verhindern drohen. Ich unterstütze den Aufruf der Hitler-Jugend aus vollem Herzen und fordere alle Parteidienststellen auf, der Hitler-Jugend in ihrem Kampf um die Gesunderhaltung der deutschen Jugend hilfreich zur Seite zu stehen, auf das ein Geschlecht groß wird, das gesund und kräftig ist, um dereinst das Werk unseres Führers fördern und erhalten zu können, gez. Florian, Gauleiter.

Der Reichsjugendführer hat in seiner Neujahrsbotschaft die großen neuen Aufgaben bekanntgegeben, unter die in erster Linie die sozialen Fragen fallen, die in Angriff genommen werden sollen. Es ist daher zu begrüßen, dass zu einer großzügigen Aktion geschritten wird, unsere Hitler-Jugend aufs Land zu bringen. Ich glaube, dass es nur eines Aufrufs bedarf- und auch hier wird es sich zeigen, dass die wahre Volksgemeinschaft unter der Führung Adolf Hitlers in Deutschland verwirklicht ist. Volksgenossen, zeigt Euch dankbar Eurem Führer. Beweist ihm Eure Verbundenheit, beweist ihm, dass die Jugend auch ‚Fleisch von unserem Fleisch, Blut von unserem Blut‘ ist. Nehmt die Hitler-Jugend in diesem Sommer großzügig auf in Landfreistellen. Die Jugend wird es Euch danken. Heil Hitler gez. Heinz Haake, Landeshauptmann der Rheinprovinz.

Bauern und Bäuerinnen des Gaues Düsseldorf Die Hitler-Jugend des Gaues Düsseldorf und des gesamten Niederrheins wird im Laufe des Monats Februar eine große Werbeaktion betreffs Unterbringung von gesunden städtischen Kindern, die zwar erholungsbedürftig, aber nicht krank sind, an Sie herantreten. Ich, als Gaufachberater des Gaues Düsseldorf wende mich nun mit der dringenden Bitte an Sie, dieser Werbung Folge zu leisten und möglichst viele Kinder auf dem Lande unterzubringen. Wir Bauern haben die Pflicht, diese Arbeit unseres Führers Adolf Hitler, der in Deutschland eine gesunde Bevölkerung haben will, weitgehendst zu unterstützen. Wir als Bauern statten damit unserem Führer Dank ab, den wir ihm als Bauern schuldig sind, der uns unsere Höfe vor liberalistischer, kapitalistischer Ausplünderung gesichert hat. In der Erwartung, dass jeder Bauer, vor allen Dingen die mittleren und größeren Bauern, die nicht viel Kinder haben, mindestens 1 bis 2 Kinder aus der Stadt unterbringen, grüße ich Sie mit Heil Hitler! Gez. Hilbertz, M.d.R., Landw. Gaufachberater, Landesobmann.“

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