Festanstellung für Rassenkundler?
Am 14. Februar 1934 empfiehlt Schulrektor S. aus Langenholzhausen den 33-jährigen Volksschullehrer B. aus Hohenhausen zur Festanstellung im dortigen Rektoratsbezirk. Er schreibt über ihn:
„B. ist ein hervorragend befähigter Mensch. Seine Tätigkeit als Schriftsteller und Redner auf dem Gebiete der Rassenkasse und der germanischen Vorgeschichte ist der lippischen Landesregierung bekannt und braucht daher nur erwähnt zu werden. Die hohe sittliche Lebensauffassung, die aus seinen Schriften spricht, prägt sich auch in seinem Leben aus. Dabei ist er frei von allem Muckertum und aller Prüderie. Seine unbestechliche Wahrheitsliebe und Offenheit, verbunden mit gelegentlicher bäuerlicher Derbheit - hin und wieder soll er auch im Unterrichte in dieser Hinsicht ein wenig über das Ziel hinausschießen - haben ihm Feinde und Neider eingebracht, die ihn aber wenig kümmern. Bel seinen Schülern, bei dem größten Teil der Elternschaft und im öffentlichen Leben des Dorfes und der Umgegend genießt er Achtung, Verehrung, ja Bewunderung. Sie Verhältnis zu seinen Schülern ist mustergültig. Selbst alter Wandervogel und völkischer Vorkämpfer, Ist er namentlich in den oberen Klassen ein ausgezeichneter Lehrer und Erzieher, an dem die Schüler mit Begeisterung emporschauen. Blut und Boden sind ihm die Grundlage allen Unterrichts.
B. ist SA-Mann und betätigt sich, wie schon oben gesagt, Im Dienste der Volksgemeinschaft durch Vorträge usw. Da er zudem im 33. Lebensjahre steht und eine Familie mit 3 Kindern hat, ist seine feste Anstellung unbedingt geboten.“
Als Beispiel für B.s Denken und Unterrichten ist einer seiner Vorträge beigefügt, in denen er den angeblichen Bildungswert des rassekundlichen Unterrichts begründet. Darin führt B. aus:
„Anlage und Umwelt bestimmen den Menschen. Umwelt ist für den Menschen das, was wir die Heimat nennen. Von ihr und den Werten, welche die Ahnen bewirkten, war die Rede. Anlage ist Blut. Blut ist ein besonderer Saft, denn Blut ist zugleich der Behälter dessen, was wir die Rasse nennen. Rasse! Es sitzt Schlag hinter dem Wort. Der Lipper sagt: „Es hat Muck in den Knochen”. Dem Spießbürger läuft eine Gänsehaut den Buckel hinunter, wenn er das Wort hört. Heimat, ja, das klingt in seinen Ohren süß, so sanft, so sehr beruhigend. Aber Rasse?! Er sieht Nietzsches „blonde Bestie” durch die Gegend stürmen. Er glaubt: jetzt gibt es Krieg! Er denkt — er sagt es nicht, weil er Angst vor dem Lager hat — er denkt: und damit will man jetzt auch die Jugend verseuchen? Von Staats wegen will man Volks Verhetzung auf neuer Grundlage treiben? Und voll Ergriffenheit denkt er an seine armen kleinen Kinder — wenn er noch welche hat. Er sinkt in die Knie und betet wie jener große Objektive des vorigen Jahrhunderts: „Jehova hilf! Behüte uns vor Klassenhass und Menschenhass und — Rassenhass!” Er darf beruhigt sein, Rassenkunde wird wahrscheinlich kein Sonderfach der deutschen Schulen werden. Ihr Inhalt lässt sich, ohne Schaden zu nehmen, sinngemäß auf die schon vorhandenen Fächer ausschütten. Rassenkunde soll eine Art Grundlage, soll eine Art Unterrichtsgrundsatz für alle Fächer werden, wie das Heimatprinzip, das Gegenwartsprinzip, der Anschauungsgedanke, die Arbeitsschulidee. Entweder setzt sich die Rasseerziehung in diesem Sinne durch, oder wir gehen allesamt vor die Hunde. Diese Behauptung ist nicht übertrieben. Wir werden sehen.
Zunächst setzt die neue Erziehung auf ganz neutralem Boden ein. Sie hat da bereits eingesetzt: In der Erziehung des Leibes zur Höchstform dessen, was in ihm als Anlage ruht. Die feste soldatische Haltung, die Grundforderung des neuen Turnunterrichts ist, erwuchs aus dem Blut der nordischen Rasse. Das „Geradestehen”, das „Ausrichten”, das „Kopf hoch, Brust voraus, Kartoffelbauch eingezogen!” ist kennzeichnend für nordische Körperhaltung, wobei das letzte Kommando eine mehr ostische Notwendigkeit gemischter Fronten ist, denn der nordische Mensch verzichtet im Durchschnitt auf die Einrichtung dieses vorgeschobenen Körperteils. Dafür ragt sein Schädel vor, dreimal, in Stirn, Nase und Kinn. Eine Verkörperung des Angriffswillens, der den Raum durchdringt, der in den Anfang tritt und mit harter Hand hineingreift in die Welt der Tatsachen. Der Jude und Zionist Walter Rathenau hat einmal zu seinen Stammesgenossen gesagt: ‚Denkt immer daran, dass ihr eine asiatische Horde auf märkischem Sande seid. Versorgt euch mit Haltung, auf dass ihr innerhalb einer straff disziplinierten Bevölkerung nicht durch das Gegenteil auffallt’. Rathenau war rassebewusst. Er kannte den preußischen Gegenspieler und wusste, was nordische Haltung ist. Haltung ist Willenssache, ist Zusammenreißen der Leiblichkeit aus einem geistigen Punkt heraus, den wir Rasseseele nennen. Der Turnunterricht, der diese Haltung pflegt, wird bestimmt nicht volksverhetzend wirken. Im Gegenteil: er wird vereinheitlichen, wie er die Fronten ausgleicht. Und kein Kartoffelbauch „wird was zu meckern haben”.
Daneben muss die rassische Schönheit Ziel körperlicher Erziehung sein. Rhythmisches Turnen muss weitgehend berücksichtigt werden, insbesondere bei der weiblichen Jugend. Kennzeichnend nordische Bewegungen und Reigen sind auszuwählen. Es bestehen auch da offensichtliche Rassenunterschiede. Sport, insbesondere Wehrsport, muss endlich einmal praktisch Hauptfach aller Schulen sein, und, wenn er sich in den Unterricht durchaus nicht einbauen lässt, aus der Schule herausverlegt werden. Das griechische Gymnasium war eine Turnhalle. Die Griechen waren nordrassisch bestimmt, sind ausgewanderte deutsche Bauernsöhne. Über die spartanische Jugenderziehung brauchen wir keine Worte zu verlieren. Ihre Güte ist allbekannt. Dass aber auch die germanische Jugenderziehung eine gleichsinnige war, muss hervorgehoben werden, denn es ist ja leider eine Tatsache, dass wir um die Dinge des eigenen Vaterhauses am wenigsten Bescheid wissen. Ich erinnere an Schwertertanz und Kaltbäder, Königssprung und dörfliche „Raubzüge”. Und manchem wird manches aus der „Germania” einfallen. Wie bei den Alten, müssen auch bei uns die Draußenunterweisung, die Freizeit und das Zeltlager wieder einen größeren Raum einnehmen. Der mehrtägige Schülerausflug darf Eltern und Lehrern auch in spätreifen Schulgemeinden nicht zu viel werden. Dann wird eine Jugend heranwachsen, die sich von der vergangenen unterscheidet wie der „Pimpf” vom Kind. Was ist ein „Pimpf”? Ein Fachausdruck aus der Jugendbewegung. Ein früherer Schüler schrieb mir kürzlich einen Brief zu diesem Thema. Er hatte in einer Zeitschrift folgende Gegenüberstellung gefunden: „Es gibt Pimpfe und Kinder. Ein Kind wird von seinen Eltern und der ganzen Verwandtschaft, einschließlich Tanten, Großmüttern, Urgroßmüttern usw. erzogen. Ein Pimpf wird von seinen Eltern, der Natur und seinen Führern erzogen. Kinder werden in Knickerbockern und Matrosenblusen spazieren geführt. Ein Pimpf läuft in kurzer Hose und offenem Hemd herum. Kinder werden sonntagsnachmittags beim Fünfuhrtee der staunenden Umwelt vordressiert. Pimpfe gehen sonntags mit ihren Kameraden auf Fahrt. Wenn ein Kind sich weh tut, fängt es an zu weinen. Wenn ein Pimpf eins abkriegt, schimpft er fürchterlich. Kinder erregen die wohlwollende Aufmerksamkeit der „öllern Fräuleins”, nach deren Ansichten Pimpfe ungezogene Bengels sind, aus denen nie etwas wird. Im Laufe der Jahre aber wird aus dem Pimpf ein Kerl, aus dem Kind aber ein Spießer.” Zum Leibeserlebnis muss die Erkenntnis rassischer Leibesmerkmale kommen. Wir haben just eine Bildungsinflation hinter uns, die geistig in die Billionen ging, wenn z. B. Friseurinnungen das Abitur verlangten. Die Früchte dieses verschulten Deutschlands sind bekannt. Thienemann, von der Vogelwarte Ressitten, erzählte, dass er vornehmen Damen der Königsberger Gesellschaft oft einen Maulesel als Elch vorgeführt habe, der mit dem Ausruf des Entzückens, „Ach, wie niedlich!”, als solcher quittiert wurde. Alles fernste wussten wir, wussten von den Matussi und Masais, erforschten die abgelegensten Negerkulturen, steckten Zehntausende in orientalische Ausgrabungen, aber im eigenen Vaterhaus, da wussten wir kein Bescheid, nicht einmal um unsere leibliche Beschaffenheit, die uns am allernächsten liegt. Und die Wissenschaft vom Leben selbst? Botaniker und Zoologen stierten Tag und Nacht durch die Röhren des Mikroskops. Ich hatte einen Lehrer, der eine Doktorarbeit über Protoplasmaströmung gemacht hat. Er ließ zwei Jahre lang 3 Zentner Zwiebeln Scheibchen für Scheibchen unter dem Mikroskop durchrutschen, bis er dahinterkam. Alle Achtung! Aber als er fertig war, da hatte er eine Glatze und keine Kinder. Und das deutsche Volk war lustig weiter ausgestorben.
Deutsche Volksgenossen, hier stimmt etwas nicht. Hier muss bald etwas geändert werden. Und das erste muss sein: die Erziehung der deutschen Jugend zu einem sicheren Blick für die Dinge unserer allernächsten Umgebung. Das sind wir selbst. Das ist unsere Rasse. Unser Volk besitzt noch ein uraltes Wahrwort, das auf sorgfältiger Beobachtung beruht: „In jedes Menschen Gesichte steht seine ganze Geschichte.” Uns fehlt es am Grundlegenden, am Ersten: an der Beobachtung, am Sehen. Hier muss die rassische Erziehung bewusst einsetzen. Sie muss ausgehen von der Verschiedenartigkeit der Pflanzen und Tiere im Raum der Heimat, muss die Gestalten in ihrer Einmaligkeit und in ihrem Sosein erfassen, muss die Unterschiede der Gattungen, Arten, Rassen und Spielarten genau erkennen. Unsere Jungen und Mädel sind in diesen Dingen gar nicht so dumm, wie manche in Abwehr meinen, denen nun das böse Wort „Systematik” irgendwo aufquillt. Unsere jugendlichen Kaninchenzüchter und Taubenliebhaber wissen ganz genau, was eine Rasse ist, eine erbgleiche Tiergruppe, die immer nur wieder ihresgleichen erzeugen kann. Sie wissen über Inzucht Bescheid und mit Bastardierungen. Unsere weiblichen Blumenpflegerinnen sehen das gleiche von der pflanzlichen Seite aus. Es bedarf nur der sachgemäßen Anwendung auf die Menschenarten der Heimat, deren 4 — 6 sind, je nach der Ortslage, und alles, was gewünscht wird und wünschenswert ist, kommt in Ordnung.
Freilich muss verlangt werden, dass der Unterrichtende ein wenig mehr von Vererbungslehre und Rassenkunde versteht, als das bislang auf dem Gebiet der heimischen Pflanzen- und Tierkunde der Fall war. Sonst lasse er lieber seine Finger davon. Er kann nur Unheil anrichten, und es geschieht das, was der Spießer angeblich fürchtet. Es handelt sich hier nicht um neues Fachwissen, mit dem unser Zeitalter ja so überreich gesegnet ist, sondern um das Wissen um Lebensfragen, um die deutsche Zukunft, um das Entweder-Oder unseres Untergangs, um unser aller Schicksal, und darum geht es uns alle an. Eine gründliche Ausbildung in biologischen Dingen und in der menschlichen Rassewissenschaft ist Voraussetzung, und die kommt. Für alle Lehrer aller Schularten bis zum Hochschullehrer hinauf muss die neue Bildung grundlegend werden. Ja, für jeden völkischen Führer. Was liegt uns denn wohl näher als der eigene Körper? Und die eigene Seele? Und der eigene Geist? Diese Erziehung wird eine dankbare sein. Unsere Jugend hungert danach. Wenn ich seit Jahren vor Ferienbeginn frage: „Soll ich euch vorlesen, oder wollt ihr über Rassenkunde und Urgeschichte hören?”, dann gibt es immer nur eine Antwort in der ganzen Klasse. Wir sind es gewohnt, den Menschen zuerst nach seiner Kleidung, seinem Beruf, seinen Titeln, seiner Kirche, seiner Gehaltsstufe, seiner Partei, seinem Verein, seiner Uniform zu fragen, aber nicht nach dem Wesentlichsten seiner Person, nach seiner Rasse. Das muss gründlich anders werden. Die Rasse überschneidet alle anderen Lebenskreise. Die Frage: Wer bist Du? Wer bin ich? ist die Grundfrage in leib-seelischer Hinsicht. Das alles erfordert vom Unterrichtenden unendlich viel Feingefühl. Aber das Lichtbild bietet neutrale Möglichkeiten der Unterweisung und solche, die auch der Geisteslage des Volksschülers entsprechen. Das gegensätzliche Wesen der Mischung ist zu zeigen und zu zeichnen: die leibliche Unausgeglichenheit, aus der die seelische abzulesen ist, wenn man es gelernt hat, dass in eines Menschen Gesichte seine Geschichte steht.
Und nun die Vererbungslehre! Auch in der Schule? Gar in der Volksschule? Jawohl, und in aller Entschiedenheit. An völkischen Sprichwörtern ist anzuknüpfen: „Art lässt nicht von Art”, oder „Wie die Alten sungen, so zwitschern die Jungen”, oder „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm”. Die Oberstufe der Volksschule ist bestimmt in der Lage, die einfachen Kreuzungsvorgänge der F 1 und F 2 - Generationen zu erfassen, die Unveränderlichkeit der Rasse daran zu erkennen, die Ursachen der Neuentstehung von Rassen (bzw. Neukombinationen), die Inzuchterscheinungen, die Schädlichkeit der Volksgifte Alkohol und Nikotin von den Erbträgern her zu begreifen. Von Stufe zu Stufe aufbauend, wird der Primaner glatt auch die Tatsachen des „höheren Mendelismus” aufnehmen können. Es darf Wesentliches nicht vergessen werden: die Lehre von der Erbgesundheit, die sittliche Notwendigkeit des einzelnen und der Gemeinschaft, an der Zukunftsgestaltung der Geschlechter mitzuarbeiten durch entsprechende Gattenwahl und Mehrung des heiligen Erbgutes der Nation in den Kommenden. Die Erkenntnis des ewigen Fortlaufes der Keimmasse hat auch die Möglichkeit, persönliche Bitternis der Zwangsfruchtbarmachung vom höheren Standpunkt aus erträglich zu machen: Gemeinwohl geht vor Sonderwohl!” Dieser Bildungswert ist klar.
Die Zellenlehre muss Mittelpunkt des Biologieunterrichts und dieser Kernfach aller Schulgattungen werden. Hier stehen wir vor der Schöpferwerkstatt Gottes, an der Brunnentiefe theoretischer Unsterblichkeit. Hier erlebt der Unterrichtete den Sinn der Ewigkeit im Rahmen der Naturschöpfung. Hier ist die Brunnenstube einer Bevölkerungspolitik von der Person aus auf der Grundlage heiliger Freiwilligkeit.
Der Erdkundeunterricht hat die Gesetze der Auslese innerhalb einer menschlichen Gemeinschaft zu behandeln, auch wieder ausgehend von den Dingen der umgebenden Landschaft. Die sich neuerdings so wichtig gebärdende Wissenschaft der Geopolitik ist vom Rassestandpunkt aus zu beleuchten. Den lamarckistischen Deutungsversuchen auf der Grundlage der „Vererbung erworbener Eigenschaften” ist mit aller Entschiedenheit entgegenzutreten, weil ihre folgerechte Durchführung zur Leugnung der Rasse und damit zum Untergang führen muss. Nicht darum ist der Neger schwarz, weil ihm die Tropensonne auf den Balg brennt, sondern weil der schwarze Farbstoff der Haut ein besserer Schutz gegen die Strahlung war, blieb er am Leben. Aus einem Schwein wird keine Kuh, wenn es im Kuhstall geboren wird. Wenden Sie das an. Die Landschaft an sich macht kein Volk schöpferisch, wenn es nicht die Rassenanlage dazu hat. Die Indianer saßen 10000 Jahre auf den nordamerikanischen Kupferlagern. Kupferbergwerke und Technik entstanden erst, als der nordische Angelsachse darüber kam.
Bei der Mutationslehre ist anzufangen. Die Umwelt merzt Unangepasstes aus. Das Geeignetste überlebt. Das Leben ist ein Kampf um den Platz an der Sonne. Darwins umwälzende Lehre von der Auslesewirkung dieses Kampfes ist in den Mittelpunkt zu stellen. Der einzige Sinn, den wir in der ungeheuren Samenfülle aller lebendigen Wesen erblicken können, ist die Auslese des Vortrefflichsten. 100000 von Fischeiern und Pollenkörner müssen zugrunde gehen, damit andere leben. Die Vielen, Allzuvielen sind „Umweg der Natur, um zu wenigen, ganz großen Exemplaren zu gelangen.”
Da liegt die Heide vor uns. Ein Bild ruhender Friedlichkeit. „Alle Birken grünen in Meer und Heide, jeder Brambusch leuchtet wie Gold. Alle Heidelerchen dudeln voll Fröhlichkeit, jeder Birkhahn kullert und rollt”, singt der Heidedichter. Aber das ist Bluff. Die Wirklichkeit sieht wesentlich anders aus. Jeder Heidebusch ringt um die sandige Stelle, da er aus dem Ei kroch; ringt mit seinen Artgenossen, und nur einer vermag zu gedeihen an einem Platz. Im Walde das gleiche Bild. Endlos ist das Sterben in der Jugend, damit ein Baum seine Wipfel zur Sonne breiten kann, ein ganz großer. Und Heide und Wald kämpfen den Kampf im Großen um jeden Zollbreit Erde. Einer nur kann siegen. Der andere muss zugrunde gehen. Im Grenzgebiet kann man die Toten und Sterbenden sehen. Steigt mit der Jugend den Brockenweg hinan, und Ihr könnt sie diesen gewaltigen Kampf zwischen Meer und Fichten als erstarrtes Schlachtfeld der Totenskelette nacherleben lassen.
Darwins Erkenntnisse müssen menschlich gewendet werden. Die Frage des Lebensraumes, des In- und Auslandsdeutschtums ist eine brennende. Aber neben der Frage Volk ohne Raum steht heute die andere, Raum ohne Volk. Beides ist zu verbinden.
Die Frage der Rassenentstehung ist von bildendem Wert. Die Forschung ist heute der Ansicht, dass Deutschlands führende Rasse zwischen Eis und Urwald wurde, in einem Kampf, bei dem das Blut aus den Fingernägeln sprang, weil das Leben eine Peitsche schwang, die eiserne Schläge hatte und Schnüre aus Eisschlacken. Aber darum sind die Überlebenden zur tüchtigsten Rasse der Welt geworden, denn nur, wer beharret bis ans Ende, der wird selig. Die Folgerungen für die Jugenderziehung liegen auf der Hand.
Die Wirkung der Gegenauslese mit ihrem schauderhaften Ziel ist in nacktester Deutlichkeit zu zeigen. Ein Jahr neuzeitlicher europäischer Zivilisation gefährdet durch Präventivverkehr und Geburtenabtreibung die Erbmasse der Gemeinschaft mehr als das blutigste Jahr des Weltkrieges. Nur dass niemand von diesem heimlichen Werden spricht, denn sie sind ein öffentliches Geheimnis, wie das von Heide und Wald. Auch hier muss die neue Jugend gerüstet sein, denn nur dem Geburtenstarken gehört die Zukunft. Wir wollen keine blind gehorchenden Musterschüler erziehen mit dem Ziel der Berufsanwärterschaft, sondern mutige, offene Kerle, die einmal den Mut haben werden, in den Anfang zu treten. Über eine uneheliche Geburt redet das Zeitalter seine Zunge schlapp, schreibt es sich die Finger krumm. Das heimliche Werden findet keine Kläger. Volksgenossen, mehr Zivilcourage! Auf dass nicht unsere Jungen und Mädel, wenn sie groß sind und wir alt, mit Fingern auf uns zeigen und wir erröten müssen und uns schämen, wenn sie sagen: Seht da, die Mörder der Nation!
Der Mensch ist eine leib-seelische Einheit. Beide Teile müssen erfasst werden. Die künstlerischen Fächer und der Deutschunterricht haben hier ihre wesentliche Aufgabe. Die Musiktheorie ist nicht so wichtig wie die Musikalität selber. Sie hat nordisch bestimmte Auswahl unter den Liedern zu treffen! Etwa Luthers „Eine feste Burg ist unser Gott”, Volksgesänge aus dem Zupfgeigenhansel, harte Landsknechtsweisen und Soldatenlieder, wie sie von den Lippen der Jugend sprangen, die um die Jahrhundertwende unter der Führung Karl Fischers aufbrach. Das „schwarzbraune Mädel” muss gestrichen werden. Das arteigene Schönheitsbild, wie es Edda und Saga und wie es das Mittelalter in sich tragen, der nordische Mensch, gehört auf den Herzensthron der Jugend. Hebbels braunäugige Brunhild ist Volksbetrug. Siegfried, der strahlende Sonnenheld, das Inbild der nordischen Gestalt, sei fortan Forschung rassischer Hochzucht.
Der Zeichenunterricht muss an Bildern deutlich machen, um was es geht. Das Zeichnen ist leider keine Sonderbegabung der nordischen Rasse. Die gesamte Urgeschichte beweist darin einen offensichtlichen Mangel. Die nordische Urlandschaft ist Bewegung. Sie ruft in die Ferne. Sie ist Musik. Sie ruft zum Handeln auf. In ihr wurde das Drama geboren. Die Raphael und Leonardo, die nordrassisch bestimmt sind, wurden erst im beruhigten Südraum zu jenen großen Malern, die wir so hoch verehren.
Rassisch zu erleben ist der gotische Baustil, der in seinem senkrechten Sonnenwillen, in seiner strahlenden Daseinsfreude wie der Wald der Heimat vor uns hintritt, ein Fichtenwald von außen, ein Buchendom von innen. Ihn beherrscht die Waagerechte, das Erdgebundene. In der Weserrenaissance strebt nordischer Geist aus der südlichen Bodenfesselung in den freien Raum hinauf: in den Dächern und Türmen, in den Erkern und Obelisken. Warum lieben wir die deutsche Schrift so sehr? Warum lehnte es Bismarck ab, lateinisch geschriebene Briefe zu lesen? Weil die deutsche Schrift so senkrecht, weil sie uns artgemäß ist. Dachlose Hausformen des letzten Jahrzehnts sind als Stillosigkeiten der deutschen Landschaft zu erkennen, ebenso wie der Bubikopf und die Knickerbocker, ganz zu schweigen von der völkischen Seite der Angelegenheit, die uns der alte Le-gau in Reim brachte! „Diener tragen ins gemein, ihrer Herren Liverei. Soll’s denn also sein, dass Frankreich Herr, Deutschland aber Diener sei?”
Wichtiger aber als des Lebens Außenseite ist seine Innenseite. Die fremden Sprachen dürfen keine besondere Stellung an deutschen Schulen einnehmen. Ihr Verwandtschaftsgrad zu unserer eigenen sei der Maßstab ihrer Wertschätzung. Die Gestalt der deutschen Oberschule muss endlich einmal im deutschen Sinne eingeführt werden, mit Deutsch, deutscher Geschichte und Biologie als Hauptfächer. Von den fremden Sprachen muss Englisch grundständig werden. Im Übrigen aber gilt für alle Unterrichtsfächer die Grundfrage: Welchen Wert haben sie für die deutsche Zukunft? Es ist noch keinem eingefallen, die wahren Führer unseres Volkes nach ihren Sprachkenntnissen zu beurteilen. Wir haben keine Zeit mehr, wochenlang französische Nasenlaute zu pauken, um am Ende festzustellen, dass sie doch nicht sauber hingekriegt werden. Wenn es nach der Sprachbildung ginge, dann müssten die deutschen Professoren auch das beste Deutsch sprechen und schreiben. Das Gegenteil soll wahr sein. Es gibt einen Weg, der einfacher und kürzer zum Gesittungsgut fremder Nationen führt. Das sind die übersetzten Schriftsteller. Wir müssen grundsätzlich mit dem Aberglauben brechen, dass nur der Weg über die Sprache hinführe. Sprache ist Schall und Rauch, nur der Geist macht lebendig. Das Wichtigste im Rassenunterricht ist eben die Hinleitung zur Rassenseele, die durchaus nicht immer mit dem rassengleichen Leib verbunden ist, auch nach Mendelscher Gesetzmäßigkeit. Der Deutschunterricht muss Verständnis wecken für die verschiedenen Rassenseelen der Heimat. Sie alle haben ihre Bedeutung im vergangenen und kommenden Zusammenhang des Volkes. Das Schrifttum, die Sitte und das Brauchtum der verschiedenen deutschen Stämme weist uns die Wege dieses Verständnisses. Vor keinem muss der Rasselehrer sich mehr hüten, als vor einer gehässigen Darstellung rasseanderer Bestandteile des Volkes. Das würde in der Tat die furchtbarsten Spießerträume zur Erfüllung bringen. Aber dennoch darf die geschichtliche Wahrheit nicht verheimlicht werden. Die Nürnberger Rede des Führers brachte klar zum Ausdruck, dass es eine Rasse war, die als geschichtsbildende Kraft die deutsche Vergangenheit beherrscht und in deren Hände auch Deutschlands Zukunft gelegt werden soll. Nur eine Auffassung kann bestimmend sein. Nicht so sehr in Einzelpersonen, aber im Geiste muss sie herrschen. Und diese Rasse ruht noch in unser aller Blut und ist der Jugend am lebendigsten. Sie gilt es zu wecken und zu entwickeln. Wenn im Weltkrieg der ostische Mensch im Schlamassel des Schützengrabens sich als zähe und kampftüchtig erwies, wenn die dinarischen Bayern im Gebirgskrieg und Angriff einen beweglichen Schwung zeigten, wenn der fälische Mensch in unerhörtem Beharrungswillen die Fronten hielt und nicht wich und wankte in den Stahlgewittern der Materialschlacht, und wenn die vorwiegend nordischen fliegenden Divisionen, die Stoß- und Sturmstaffeln, die Fliegerabteilungen, die Offiziere aller Truppenteile, wenn hernach SA und SS im aufopfernden Angriff die Juden- und Jesuitenrepublik in Stücke schlugen, so zeigt sich darin, dass Volk und Rasse zweierlei sind, dass aber auch jede Rasse ihre bedeutungsvolle Aufgabe im Rahmen der Gemeinschaft zu erfüllen hat, auf der Grundlage arbeitsteiliger Stellenanweisungen in Krieg und Frieden. Der rechte Mann am rechten Ort, das ist die grundlegende Folgerung aus Vererbungslehre und Auslese, die biologische Erkenntnis der Rassewissenschaft.
Uber allem des Rasseunterrichts muss stehen die Erziehung zum heroischen Menschen nordischer Artung, wie er durch alle Zeitalter deutscher Dichtung von Armin-Siegfried über Dürers „Ritter, Tod und Teufel” bis hin zu Günthers gleichnamigen Heldenbuch gestaltet worden ist. Mit Goethe ist in unserer Lage wenig anzufangen. Goethe brachte das Unglaubliche fertig, bei all seiner unerhörten „Produktivität” nicht ein einziges „Gelegenheitsgedicht” aus dem ungeheuren Geschehen der Befreiungskriege heraus zu gestalten. Das hoffnungslose, mutarme: „Ja, rüttelt nur an euren Ketten, der Mann ist euch zu groß”, war alles, was er, den nordischen Aufbruch hemmend, von sich gab. Und als dieser Mann Napoleon in Goethes Stadt eintritt, verkroch sich jemand schleunigst im Kellerraum. Schiller und Hebbel, Kleist und Wagner gehören in die deutsche Schule und ganz besonders der Wehrwolf von Hermann Löns, der ganz auf niedersächsischen Rassegrundlagen aufgebaut ist. Und all die heroischen Werke Beumelburgs und Jüngers, die deutsches Heldentum im letzten großen Krieg darstellen. Für die Erziehung unserer Mädel gilt das gleiche. Es führt eine ungebrochene Linie von Thusnelda über Brunhild, Kriemhild und Gudrun hin zur Gertrud im Teil, hin zu Günthers heldischem Weibe, das den Mut hat, in die Anfänge zu treten, das den Mut hat zum Untergang, das vor allem wieder den Mut hat zur Mutter, zum höchsten und heiligsten, wozu ein deutsches Mädchen berufen ist. Im Schoß des deutschen Weibes ruht das Schicksal der deutschen Zukunft. Mit den Klärchens und Gretchens und anderen Püppchens, mit dem rauchenden Kaffeehaustyp, mit den Losgelassenen in Hosen ist hier nichts anzufangen. Und ich fühle mich nicht als „Mucker”, wenn ich dies sage. Wir brauchen Kimberweiber und Teutonenmütter.
Volksgenossen! Wir kommen zur Bekrönung des rassenkundlichen Unterrichts, zur Geschichte. Man hat uns gesagt, Geschichte ist das, was geschieht. „Panto rhei”, alles wackelt! Damit ist alles und nichts gesagt. Rickert wollte im Einmaligen, im Persönlichen das Wesen der Geschichte erkennen. Damit hört Geschichte auf, Wissenschaft zu sein. Wissenschaft, die gesetzliche Voraussage dessen ist, was da kommt. Die Fortschrittsideologen des vergangenen Zeitalters redeten immer von der Überwindung der menschheitlichen Triebstufe durch begriffliche Klarheit, durch zunehmende Vergeistigung. Hegel prägt das Bild vom „Fackellauf des Weltgeistes”. Im Niltal fing diese Stafette an. Über das Zweistromland, Phönizien und Jerusalem, reichte man die Fackel den Griechen und Römern und zuletzt Hegel selber. Inzwischen war die löwenhäuptige Sphinx menschenhäuptig geworden, hatte sich in Griechenland in volle Menschlichkeit in den Statuen herausgestaltet und war im gotischen Menschen zur letzten Geistigkeit gelangt. Aller Erdenstaub war im Hegelismus abgekleckert; und schließlich erkannte man im Seifen verbrauch die Kultiviertheit der Völker und Einzelwesen.
Schopenhauer nannte seinerzeit bereits die Hegelsche Spekulation einen „ruchlosen Aberglauben”. Wir alle haben schon über das folgerechte Bild dieser Lehre gelacht, das die bekannte Pyramide ergibt, auf der Hegel selber reitet, denn uns fiel das Wahrwort unseres niedersächsischen Landsmannes Wilhelm Busch ein: „Auf dem Dache sitzt ein Greis, der sich nicht zu helfen weiß”. All diesen Spekulationen lag die Überzeugung zugrunde, dass alles Licht und aller Fackelschein aus dem Osten zu uns in den „barbarischen Norden” gekommen seien. Nietzsche erkannte als einer der ersten das wahre Gesetz der Weltgeschichte, als es sagte: „Schreibe mit Blut und du wirst erkennen, dass Blut Geist ist.” Gobineau hat dann erstmalig die rassebiologische Betrachtung durchgeführt. Im Marktgeschrei gegnerischer Mächte ging Gobineaus Warnung an die Völker Nordeuropas ungehört unter. „Es ist alles gleich, was Menschenantlitz trägt”, schrien die Liberalisten, und der Jude war ihr übereifriger Geschäftsreisender. „Eine Herde und ein Hirte!”, meinten die Kollektivisten, die uns „herauslösen wollen aus allerlei Volk, Sprache und Nation”. „Die Verhältnisse machen den Menschen”, brüllten die Marxisten und schrien nach Veränderung der Wirtschaftsform und nach der Herbeikunft des „goldenen Zeitalters”. Schiller wies sie bereits in ihre Schranken: „Es reden und träumen die Menschen viel von künftigen besseren Tagen. Nach einem goldenen Ziel sieht man sie rennen und jagen. Die Menschheit wird alt und wieder jung und immer noch hofft sie Verbesserung.” Spengler, von dem Lenz sagt, dass man sage, dass er ein Jude sei, deutete die klaren Ergebnisse Gobineauscher Geschichtsforschung um, indem er Kulturen mit Pflanzen gleichsetzte, die nach organismischem Gesetz sterben müssen.
Das Heilsame und Helfende der neuen Rassenlehre ist nun die Erkenntnis, dass sie das nicht müssen, wenn wir es nicht wollen, wenn wir ihre Träger erhalten. Das muss der Jugend täglich neu ans Herz gelegt werden. Von dem Juden Disraeli stammt das bekannte Wort, dass die Rassenfrage der Schlüssel zur Weltgeschichte sei. Sie ist auch der Schlüssel zu ihrem zukünftigen Land. Von der Rasse aus muss zukünftig im Unterricht das Denken über Dinge gefüllt werden. Eine Leidenschaft zu den Wurzeln muss den Erzieher ergreifen, die wie ein Frühlingssturm den ganzen kalten Ballast vergangener Bildung in einer einzigen warmen Föhnnacht zum Teufel jagt. Der Geschichtsunterricht im deutsch-völkischen Staate wird die Völkerwanderung, in der die Hammerschläge der Heimat die Hallen Roms erschütterten, als ersten geschichtlich bekannten Aufbruch am laufenden Band der nordischen Völkerwelle erkennen, wird die Kreuzzüge als römische Missleitungen nordischer Blutströme ausweisen müssen. Unsere Helden heißen Widukind, Hermann Billung, Heinrich der Finkler und Heinrich der Löwe. Unsere Heiligen sind all die Ritter und Bauernkrieger, die gen Ostland fuhren und den Boden düngten mit ihrem Blut. So sind die germanoindischen Gesittungen als Ausstrahlungen des nordeuropäischen Kraftfeldes urgeschichtlich zu begründen und in ihrer Verschiedenheit zu begreifen: Hellas als nordischen Kunstwillen, den die südliche Landschaft aufrief, Rom als gestaltete Staatenordnung auf der gleichen Grundlage wie das spätere nordische Preußentum, die gegenwärtigen angelsächsischen Weltreiche als technisch wirtschaftliche Lebensform aus urnordischen Blutsantrieben.
Die Heimat und ihre großen Kriege, die dreimal Dreißigjährigen, sind südliche Rückstrahlungen aus rassischer Gegensätzlichkeit: der dreißigjährige Römerkrieg zur Zeit Hermann des Cheruskers, das dreißigjährige blutrote Ringen unserer sächsischen Ahnen gegen den fränkischen Schlächter römischer Artung, und der jüngste 30-jährige Krieg, der wiederum aus römischen Antrieben den Rassekampf gegen die Söhne der Heimat führte. Wir wollen den Weltkrieg nicht vergessen.
Die Revolutionen aller Zeiten sind hier zu nennen, die des sterbenden Griechenlands und Roms, die große französische und die kleine, die russische und die deutsche vom 9. November 1918. Stets waren Juden die Hauptführer, und immer bestand ihre Gefolgschaft meist aus Minderwertigen. In der Bartholomäusnacht hieß der Vernichtungsruf: „Chasse aux blonds!” Ebenso genügte es in den Tagen der Guillotine, blauäugig und blond zu sein, um einen Ausweis fürs Schaffet bei sich zu haben. Auch die Revolution von 1933 und ihre vorbereitenden völkischen Bewegungen seit dem Erzieher Ahlwardt in den 80iger Jahren des vorigen Jahrhunderts, sind rassisch bedingt. Aber diesmal ist es ein Aufbruch aus nordischem Geist, wie der Bauernkrieg, als seine Kämpfer das Radkreuz zum Hoheitszeichen erkoren, wie der Aufbruch Martin Luthers, als er das bezeichnende Wort von der „ Freiheit eines Christenmenschen” zum Schlachtruf erhob, wie der Aufbruch Klaus Heims, als er Blut einsetzte gegen die Papiergestaltung des Lebens. Aus nordischen Brunnentiefen bricht es alle Male weltbewegend hervor, wenn die Zeit erfüllt ist, aus den Brunnentiefen von Blut und Boden. Ich rede hier einmal grundsätzlich, rassewissenschaftlich, und kann mich daher um Konkordatsfragen nicht kümmern. Drei Kräfte deutscher Gesittung, drei Gestalter seiner Geschichte nannte man uns bislang: Antike, Christentum und ganz zuletzt auch das Germanentum. Volksgenossen, es gibt nur eine Quelle deutscher Gesittung. Das ist die letztgenannte. Das ist das Germanentum auf der Grundlage von Blut und Boden.
Unser Schicksal wird nicht in Genf entschieden. Auch nicht die Wirtschaft entscheidet es, wie Rathenau sagte, und wie es beinahe aussieht. Unser Schicksal ist einzig und zuerst die Rasse, und über deren Zukunft entscheidet das eheliche Schlafgemach. Carvey, der nordamerikanische Negerführer, sammelt seit einem Jahrzehnt seine Rassebrüder. Die gelbe Gefahr ist seit dem letzten Kaiser nicht geringer geworden. Die großen Rassen der Erde fangen an, sich zu ballen, um bald ins Rollen zu kommen. Der Tag von Hermagedon naht mit Rieseneile. Die Grenze Europa-Asien liegt heute nicht mehr am Ural, sondern an der Weichsel. Wehe Europa, wenn es dann nicht gerüstet ist. Wehe vor allem Deutschland, wenn es zu spät einsieht, dass die Rassenfrage der Schlüssel zur Weltgeschichte ist. Wehe Deutschland, das kaum erkannt hat, was ein Volk ist.
Was ist denn ein Volk? Sie erinnern sich vielleicht an jene Reichstagssitzung, in der Bismarck auf das fortwährende Im-Munde-führen des Wortes „Volk” durch die Führer der Linken schließlich entrüstet feststellte, dass er sich zum Volke rechne. Daraufhin brachte dann der Kladderadatsch ein Bild, das Bismarck auf dem Wege zur Volksküche zeigte, mit einem Fünfpfennigschein für Erbsensuppe in der Hand. Soweit hatten es die drei rassefremden Brüder Kollektivismus, Sozialismus und Liberalismus bereits gebracht: Volk anzusehen als Herde, als Summe, als Handelsgesellschaft.
Was ist ein Volk? Wenn ich hier vor Ihnen stehe und zu Ihnen spreche von diesem Podium aus, wenn Sie hier sitzen in diesem Saale, auf diesen Stühlen, auf diesen Brettern, in diesem Gebäude, an dieser Straße, in dieser Stadt, so ist das nicht unsere Möglichkeit, nicht unsere Tat, nicht unser Werk, sondern das Werk aller, die in unserer Heimat leben, in der Gegenwart und derer, die gestern und vordem darin gelebt haben. Überall, wo du wirkst, da wirkt das Volk durch dich. Wenn du am Mikroskop sitzt und durch die Röhre schielst, wenn du auf dem Mistpfahl stehst mit der Forke in der Faust, wenn du am Mikrophon sprichst oder den Hebel führst, wenn du unterrichtest oder an der Schreibmaschine sitzt: Tausende, Hunderttausende mussten Kohlen für dich schaufeln, mussten Holz für dich hacken, damit du eine warme Stube hast, damit du Essen kochen kannst; damit du etwas anzuziehen, damit du eine Wohnung hast. Du glaubst, du seiest unersetzlich. Das ist der größte aller zeitgenössischen Irrtümer, die das Individuum, die das Einzelwesen auf den Thron erhoben. Stirb nur ruhig! Hundert andere springen freudig an deinen Platz, und deines Volkes Geschichte läuft ganz ebenso weiter, wie zu der Zeit, als du am Webstuhl standest. Was bist du denn? Ein Fädchen im Gewebe, das Heimat heißt, ein Fünkchen vom Feuer, das ewig brennt und das die Rasse ist, ein Tröpfchen im Meer, das heute und gestern, und das durch alle Zeiten rauscht, und das wir das Volkstum nennen. Aus dem Dunkel der Urzeit quoll es herauf, in ewige Fernen und Zukunft fließt es hinein. Wir wissen nicht, woher und wohin. Aber eins wissen wir, dass wir die Träger sind der kommenden Zeit. Eins erkennen wir, dass nur dann das Volk ewig ist, wenn es rassisch gegründet ist. Viele Völker starben. Durch fremde Schuld, aber auch durch eigenes Verfehlen. Dreifach ist die Sünde unseres Zeitalters. Wir müssen bekennen, dass wir alle gesündigt haben, gesündigt gegen die Heimat, gesündigt gegen die Rasse, gesündigt gegen den ewigen Gott.
Die rassebiologische Betrachtung der Weltgeschichte kann uns wieder aufrichten, wenn es uns leid um unsere Verfehlung ist. Sie hebt uns in die Höhenlage der Religion. Rassisch gegründete Sittlichkeit braucht nicht erst Religion zu werden, sie ist es. Eine persönlich gewandte Religion erniedrigt die Sittlichkeit zum Lohngedanken auf der Grundlage selbstsüchtiger Triebe. Hier ist die Möglichkeit einer gemeinschaftlichen religiösen Grundhaltung, auf der Grundlage der uns alle verbindenden, nordisch bestimmten Erbmasse unseres Volkes. Wir haben in Deutschland 719 eingetragene religiöse Bekenntnisse, darunter 91 christliche. Es ist in Hinsicht auf die Zukunft ein untragbarer Zustand. Hier hat der einigende Bildungswert des Rassegedankens einzusetzen. Die Familienkunde hat dem heranwachsen-den Geschlecht an Ahnen- und Sippschaftstafeln, an bevölkerungsbiologischen Diagrammen die blutmäßige Verbundenheit aller Volksgenossen anschaulich vor Augen zu führen. Erkenntnis erheischt zukünftige Verpflichtung. Lagarde hat sie gemeinverständlich so ausgedrückt: „Wir müssen nicht nur Erben sein, sondern auch Ahnen.” Und noch mehr; Nietzsche drückte es aus: „Nicht nur fortpflanzen soll sich der Mensch, sondern auch hinauf.” Die Wahrheit ist immer einfach. Sie ist dem einfachsten Volksschüler verständlich, oder sie ist eben keine Wahrheit. Hier liegen die rasseunterweisenden Aufgaben des Religionsunterrichts: Liebe zu wecken zur ganzen Art! Lippische Erzieher! Der Staat wird hinfort von uns nicht nur fordern müssen, dass wir Erzieher sind, sondern auch Zeuger. Das Beispiel war noch stets der beste Erzieher. Eine Jugend, die in ihren Erziehern die Stammväter zahlreicher Nachkommen sieht — 4 ist Mindestzahl —, wird von sich aus, unaufgefordert, ein gleiches bewirken, wenn ihre Zeit erfüllt ist. Berlin hat heute den traurigen Ruhm, die kinderärmste Großstadt der Welt zu sein und Deutschland das kinderärmste Land der Erde. Unsere Kleinstädte unterbieten bereits Paris und London. In Deutschland sind die Beamten der kinderärmste Stand und bei den Beamten die Erzieher, die doch von anderer Leute Kinder leben. Deutsche Erzieher! Dieser Spektakel muss ein beschleunigtes Ende finden. Das Ausland beginnt bereits zu ahnen, was sich langsam, aber sicher im neuen Deutschland anbahnt und welche Bildungswerte im Rassegedanken stecken, weil die Rasse der Garant der deutschen Zukunft ist. Ein einflussreicher Franzose hat neulich zu Ministerialrat Gütt, dem Vater des Gesetzes zur Verhinderung erbkranken Nachwuchses, ganz vernichtend erklärt: „Aber dann werdet ihr Deutschen ja in zwei Generationen das gesündeste und stärkste Volk der Welt sein?” Deutsche Volksgenossen! Das wollen wir! Ja!“
Solchen Ausführungen will sich Studienrat L. aus Lage offenbar nicht aussetzen und bleibt einer von B. geleiteten „Arbeitsgemeinschaft für Rassenlehre und Rassenpflege“ im November 1933 fern. Er begründet seinen Schritt am 21. November 1933 so:
„Mein Fernbleiben von der Arbeitsgemeinschaft für Rassenlehre und Rassenpflege bitte ich zu entschuldigen. Die Einstellung des Leiters dieser Arbeitsgemeinschaft, des Herrn B„ und meine eigene Einstellung sind für eine Zusammenarbeit allzu verschieden. Ich bitte, dies begründen zu dürfen:
1. Mit dem Führer sehe ich im Christentum heute eine Voraussetzung deutscher Bildung, während Herr B. in einer programmatischen Rede das Christentum als einen der drei Faktoren bezeichnet hat, die dem deutschen Wesen am meisten geschadet haben.
2. Dazu kommen die dauernden Versuche dieses Herrn, in seinen Vorträgen bei jeder Gelegenheit katholische Dinge zu verunglimpfen. Als Katholik, der einmal im Kriege verwundet wurde, bin ich nicht gesonnen, dabei Zuhörer zu sein.
3. Als Biologe bin ich mir klar über die Unentbehrlichkeit gewisser wissenschaftlicher Erkenntnisse für jede Art von Rassenpflege, aber auch darüber, wie diese Erkenntnisse gewonnen wurden. Auch hier scheint Herr B„ nach seinen Äußerungen über „durch — die — Röhre — gucken” und „Zwiebelnsäckeweise verschneiden” zu urteilen, auf einem ganz anderen Standpunkt zu stehen. Diese Darlegung hat nur den Zweck, einer Missdeutung meines Fernbleibens vorzubeugen.“