Probleme bei KLV in Essen
Am 8. September 1943 äußert sich Schulrat Paffrath zu den „derzeitigen Verhältnissen an den Volksschulen“ in Essen:
Trotz sorgfältiger Planungen funktioniert die Verschickung der Volksschüler nicht gut. Am Tag der Abfahrt würden regelmäßig 30 bis 40 Prozent der Kinder einfach nicht erscheinen, was alle Planungen über den Haufen werfe. Außerdem sei ein starker Rückfluss aus allen Verschickungsgebieten zu verzeichnen, wobei sich der plakatierten Aufforderung, sich dann bei der Schule zu melden, die wenigsten nachkommen würden. Zudem würden täglich mindestens 20 Eltern den Antrag auf Privatbeschulung der Kinder stellen, da sie krank und nicht lagerfähig seien. Außerdem seien sehr viele Volksschüler in Schulen in Kettwig, Altendorf und anderen Nachbargemeinden untergebracht, wobei die hierzu notwendigen Ummeldungen zumeist nur dem Schein nach erfolgen würden. Gerade die Eltern aller Essener Randgebiete stünden auf dem Standpunkt, „dass hier Schule gehalten werden kann und muss“. „Köln hält Schule. Düsseldorf hält Schule. Wenn das in Köln und Düsseldorf möglich und notwendig ist, dann gilt dasselbe auch für Essen.“