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Ereignisse
1943
August

Wille zur Schulverlagerung in Essen

Aus einer Aktennotiz der Essener Schulverwaltung vom 2. August 1943 geht der feste Wille der örtlichen Verantwortlichen zur kompletten Verlagerung der Schulen hervor:

„Nach dem Willen des Oberbürgermeisters Dillgardt [und von stell. Gauleiter und Reichsverteidigungskommissar Schleßmann] sollen die Essener (Knabenober- und –mittel-) Schulen restlos draußen in den Aufnahmegauen wieder neu und vollständig erstehen, damit die Elternschaft auch wirklich die Verlegung der Essener Schulen erkennt.“ Neben den bereits bestehenden drei Stammlagern (Humboldt und Helmholtz sowie eins für Mittelschule) sollten vier weitere für die Oberschulen [1.) Krupp, 2.) Bredeney+Goethe+Werden, 3.) Humann+Altenessen+Borbeck, 4.) Burggymnasium) und drei für die Mittelschulen entstehen. Damit sollte umgehend begonnen werden, so dass bereits am 15. August 1943 das „Essener Ober- und Mittelschulwesen“ in Tirol-Vorarlberg komplett wieder anlaufen könne.

Für die Ober- und Mittelschulen der Mädchen bot Tirol-Vorarlberg dagegen keinen Platz. Daher wurde der Gau Schwaben hierfür ins Auge gefasst, wo je zwei Stammlager für Ober- und Mittelschulen eingerichtet werden sollten.

Am 24.8. wird das Ergebnis modifiziert: Alfred-Krupp-Schule bleibt im Protektorat, Mädchenschulen sollen mit 641 Schülerinnen nach Württemberg.

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