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Ereignisse
1934
Oktober

HJ verteidigt Berufsschulung

Nachdem es offenbar wegen der Berufsschulung durch die HJ zu kritischen Stimmen gekommen ist, die die Schulung mit Verweis auf die Berufsschulen für unnötig halten, verteidigt die HJ die Maßnahme am 22. Oktober 1934 in einem Artikel im Westdeutschen Beobachter. Hier beeilt sie sich klarzustellen, dass die HJ nicht vorhabe, die Berufsschulen abzubauen, deren Wert sie durchaus anerkenne. Die deutsche Jugend erkenne jedoch die "Grenzen der Berufsschule", da diese vorwiegend theoretisches Wissen vermittle. Dies müsse durch praktische Kurse ergänzt werden.

Hinzu komme die gänzlich andere Struktur der zusätzlichen Berufsschulung und der Berufsschule. Während die Schule auf dem Schulzwang aufgebaut sei, beruhten die Kurse auf dem Prinzip der Freiwilligkeit und der Kameradschaft.

In den Schulungen könne jeder einzelne Produktions- und Arbeitsvorgang so lange geübt werden, bis er gekonnt werde. Zudem würden die wichtigsten Arbeitsvorgänge auch theoretisch erklärt.

Die HJ sehe die Berufsschulung als eine ihrer Hauptaufgaben an, die sie in Verbindung mit den Berufsschulen durchführen wolle.

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