Heimwerbung im Gebiet Mittelrhein
Mit einer großen Propagandaaktion versucht die HJ des Gebietes Mittelrhein Ende September, Anfang Oktober den starken Mangel an geeigneten Heimen zu mindern. Die einzelnen Gefolgschaften veranstalten dazu Elternabende, in denen die Eltern über die Arbeit der HJ informiert werden und sie um Unterstützung bei der Unterbringung der Jugendlichen gebeten werden. In den meisten Bannen, so ein Resümee im Westdeutschen Beobachter am 12. Oktober 1934, sei der Erfolg dieser Abende recht gut gewesen.
In Verbindung mit den Abenden läuft gleichzeitig eine große "Pressepropaganda", bei der ranghohe Vertreter aus Partei und Staat um Unterstützung der Jugend bitten.
Am 6. Oktober 1934 findet die Aktion einen Höhepunkt in Propagandamärschen der HJ, die gefolgschaftsweise in den Stadt- und Landbannen stattfinden.
Als Erfolg der Aktion wird gewertet, dass die NSV zugesagt hat, die HJ mit Möbeln aus einer "Entrümpelungsaktion" zu unterstützen. Ferner werden die Heimbauten in Köln-Braunsfeld und in Köln-Kalk genannt, das Nutzungsrecht von Räumen in Gemeindehäusern einer evangelischen Kirche in Köln und ein Heimbau in Gummersbach.