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Ereignisse
1934
September

Schirach zum Begriff Staatsjugend

Auf einer Tagung der HJ-Führer des Gebietes Ostland in Königsberg macht Reichsjugendführer Baldur von Schirach einige grundlegende Ausführungen zur HJ als "Staatsjugend". Dabei stellt er klar, dass der Begriff nicht dazu verleiten dürfe anzunehmen, die HJ habe nun ihr Ziel erreicht: "Wenn man heute von der Staatsjugend spricht, [sind] wir innerlich ebenso die Volksjugend."

Offenbar um der mittlerweile um sich greifenden Motivation, aus opportunistischen Gründen HJ-Mitglied zu werden und nicht aus idealistischen, führt er aus, dass der Eintritt ins Jungvolk kein "Garantieschein" für ein "späteres Auskommen" sei: "Ich will nicht, dass nun alle Eltern Deutschlands glauben und vielleicht mit ihnen auch ihre Kinder, durch die Zugehörigkeit zu dieser riesigen Jugendorganisation, die den Nachwuchs aller Organisationen in Deutschland stellt, sei nun die wirtschaftliche Frage des Lebens gelöst."

Nicht die wirtschaftliche Frage sei ausschlaggebend, sondern die "Selbstlosigkeit unserer Kameradschaft": "Repräsentiert wird Eure einzigartige Stellung dadurch, dass Ihr ein gemeinsames Volk darstellt, dass Ihr aufwachsen dürft in einer Gemeinschaft, die alle diese Trennungen und Hemmnisse nicht kennt, unter denen die anderen eisnt leben mussten, dass Ihr die Voraussetzungen für Eure Entwicklung habt und Ihr gemeinsam für etwas kämpfen könnt, wo andere Generationen gegeneinander standen und entzweit waren. Ihr habt Euer ganzes Dasein in ganz anderem Maße als andere Generationen unterzuordnen dem Lebenskampf der Nation."

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