Berufsschulung der HJ Mittelrhein
In Zusammenarbeit mit dem Sozialen Amt der HJ richtet die DAF 1934 in der Rheinprovinz Übungsfirmen ein, in denen berufstätige Jugendliche abends nach der Arbeit ihre berufliche Ausbildung durch praktische Arbeit weitertreiben können.
Die Deutsche Angestelltenschaft hat in der Rheinprovinz etwa 135 solcher Übungsfirmen, deren Leiter im September 1934 zu einem Schulungslehrgang in der Jugendherberge in Gemünd zusammengerufen werden. Acht Tage werden hier 75 männliche und weibliche Jugendliche unter Leitung des Berufsreferenten des Sozialen Amtes Mittelrhein der HJ, Unterbannführer Beerbaum, der zugleich das Amt des Bezirksjugendleiters versieht, weitergebildet. Ziel des Lehrganges ist es, die Leiter, die alle aus der "praktischen Arbeit" kommen, mit den "weltanschaulichen und politischen Grundlagen und in der wirtschafts- und sozialgesetzlichen Auswirkung des Nationalsozialismus vertraut zu machen".
Gauredner Berchem spricht über die "nationalsozialistische Weltanschauung", der Leiter des Sozialamtes des Obergebietes West, Bannführer Ludger Weinges, über die "soziale Arbeit der HJ" und der Rektor der Kölner Universität, Prof. Dr. Geldmacher, über die neue Wirtschaftsordnung.