Erste Führerinnenschulung in der neuen Führerinnenschule des Obergaus Mittelrhein
In der neuen Führerinnenschule des Obergaus Mittelrhein findet im Juni 1934 die erste vierzehntägige Schulung für Schar- und Schaftführerinnen statt. Ein Drittel der Zeit widmet sich der "geistigen Schulung", zwei Drittel der körperlichen.
Themen der "geistigen Schulung" sind unter anderem: Die Stellung der Frau von der Germanenzeit bis zur Gegenwart, Das Lied, Laienspiel, Volkskunst, Grundanschauungen des Nationalsozialismus, Die Stellung der Frau/des Mädels im Dritten Reich, Stoffe und ihre Verwendung, Kulturelle Aufgaben der Frau, Deutsche Burgen, Städte, Dome.
In einem kurzen Bericht über einen der Schulungstage notiert die Obergauführerin, dass die Arbeit im BDM schwierig sei, da sich in seinen Reihen auch "marxistisch" erzogene Jugendlichen befänden. Es gebe mehr "Schatten- als Sonnenseiten".
Die Schulung wird jedoch als sehr positiv bewertet. Die Mädchen hätten sich "in kurzer Zeit zu inniger Kameradschaft zusammengeschlossen" und "eiserne Selbstdisziplin" geübt. Trotzdem habe immer ein "lustiger Ton" geherrscht.