Probleme beim LWH-Unterricht
Der Oberpräsident der Rheinprovinz fordert den für die Kölner LWH verantwortlichen Oberstudiendirektor Halfmann am 17. Dezember 1943 auf, die Rückverlegung von Luftwaffenhelfern zu veranlassen, um deren unterrichtliche Betreuung sicherzustellen:
Grund hierfür ist folgendes Schreiben des Direktors der städtischen Oberschule für Jungen in Köln-Nippes vom 9. Dezember. Darin heißt es: „Am 2.11.43 wurden unsere Luftwaffenhelfer (Klasse 7) von Köln-Riehl nach Altenrath bei Troisdorf verlegt. Da eine unterrichtliche Betreuung dieser Klasse wegen der weiten Entfernung von hier aus nicht erfolgen konnte, sie ist von mir immer wieder um Verlegung gebeten worden. Diese ist auch am 27.11. erfolgt. Die Klasse wurde wieder nach Köln-Riehl zurückverlegt. Seltsamerweise sind die unserer Klasse zugewiesenen Schüler, die früher die Porzer Lehranstalt und die Privatschule Hövel besucht haben, nicht mit überwiesen worden. Diese Jungen sind nach wie vor in Altenrath. Sie haben also seit dem 2.11.43 keinen Unterricht mehr gehabt. Da meine Anstalt wegen der weiten Entfernung den Unterricht in Altenrath nicht übernehmen kann, so bitte ich eine in der Nähe gelegene Anstalt anzuweisen, die unterrichtliche Betreuung dieser Jungen durchzuführen.“
Der Oberpräsidenten bringt Halfmann dieses Schreiben mit folgender Aufforderung zur Kenntnis: „Ich ersuche Sie, festzustellen und mir zu berichten, weshalb die Schüler der Oberschule für Jungen in Porz und der Privaten Vorbereitungsanstalt von Hövel nicht mit ihrer ehemaligen Klasse nach Köln - Riehl zurückverlegt sind. Sofern für sie der Besuch der 7. Klasse der Oberschule für Jungen in Köln-Nippes (Luftwaffenhelfer) überhaupt in Frage kommt, ist ihre Verlegung in den bisherigen Schulverband bei der Flakgruppe umgehend zu beantragen. Sollte die Zurückverlegung aus militärischen Gründen durch durchführbar sein, wollen Sie die erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um ihre Beschulung sicher zu stellen, und mir danach berichten.“