„Heim der werktätigen Jugend“
Der „Westdeutsche Beobachter“ berichtet am 21. Oktober 1943 über ein Wohnheim für Jugendliche, die wegen ihres beruflichen Einsatzes nicht zuhause wohnen können. Das Heim wird von der HJ geführt und soll den Jugendlichen „Förderung in nationalsozialistischem Sinne“ bieten. Im Gegensatz zum früheren Lehrlingsheim sollen hier allerdings nur Jugendliche aufgenommen werden, die sich durch „charakterliche Haltung“ qualifiziert haben.
Beschrieben werden die reichliche Versorgung und die räumliche Ausstattung des Heimes, zu dem auch eine Bibliothek gehört. In der Freizeit würden die Jugendlichen zu Bastel-und Modellbauarbeiten angeleitet, besitzen aber angeblich auch genug Freizeit, „um sich mit sich selbst zu beschäftigen“.