Kriegsverdienstkreuz für HJ- und BDM-Angehörige
Unter der Schlagzeile „Rheinische Jugend trotzt dem Terror“ berichtet der „Westdeutsche Beobachter“ am 26. Juli 1943 über die Verleihung des „Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern“ an Kölner BDM-Mädeln und HJ-Jungen für ihren Einsatz nach dem Luftangriff vom 29. Juni 1943 durch Gauleiter Grohé. Die Auszeichnung sei zugleich eine Würdigung des Einsatzes aller Jungen und Mädchen der Stadt:
„Der Gauleiter würdigte damit zugleich die vorbildliche Haltung der gesamten Jugend unseres Heimatgaues. Nicht nur jene Hitler-Jungen, die in die Löschzüge der Ortsgruppen eingegliedert unter Einsatz ihres Lebens bei der Brandbekämpfung mithalfen, zeichneten sich schon während der Bombenabwürfe aus, in allen Stadtteilen beteiligten sich Jungen und Mädel bei der Niederkämpfung der Brände und bei der Bergung der Verschütteten. (...) Feldschere und Gesundheitsdienstmädel brachten vielen Verwundeten unter schwierigsten Umständen erste Hilfe. Besonders hervorgehoben zu werden verdient die vorbildliche Weise, in der die Jungen und Mädel auch den schwersten seelischen Belastungen gegenüber standhielten. Ein Fünfzehnjähriger, der sein Heim verlor, während er in einem Löschtrupp der NSDAP seinen Dienst versah, erklärte am Morgen nach der Angriffsnacht, dass er nicht daran dächte, persönlichen Dingen nachzugehen, sondern nach wie vor seinem Einsatzleiter zur Verfügung stehe. (...) Die gleiche Bewunderung verdient die Haltung einer Führerin des BDM, die, nachdem sie zweimal verschüttet war, zu ihrer Ortsgruppe eilte, um den Einsatz ihrer Kameradinnen zu leiten.“