„Deutsche Jugend ist härter als der Krieg“
Unter der Schlagzeile „Deutsche Jugend ist härter als der Krieg“ berichtet der „Westdeutsche Beobachter“ am 2. Juni 1943 über eine Veranstaltung, auf der Reichsführer-SS Himmler und Reichsjugendführer Axmann vor HJ-Jungen sprechen, die sich nach der Absolvierung von Wehrertüchtigungslagern freiwillig zur Waffen-SS gemeldet haben.
Axmann führt aus: „Der Krieg ist hart und ihr müsst deswegen noch härter sein. (...) Ich entlasse euch aus dem Dienst der Hitler-Jugend, die euch in acht Jahren das Erlebnis der Kameradschaft gegeben hat. Rückt nun ein als Soldaten des Führers zu den stolzen Einheiten der Waffen-SS!“
Himmler erklärt, zwischen HJ und Waffen-SS habe schon vor dem Krieg eine enge Verbindung bestanden, die jetzt in der großen Zahl von Kriegsfreiwilligen aus den Reihen der HJ sichtbar werde. „Und dann (...) kommt für euch Kriegsfreiwillige der Hitler-Jugend der Tag, da ihr euer erstes Gefecht bestehen werdet. Ihr werdet wetteifern in Treue, Anständigkeit in der Haltung vor euch selbst, in der Haltung eurer Herzen (...) und in dem Willen, der sich niemals beugt.“