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Ereignisse
1943
Mai

„Woche der schaffenden Jugend“

Am 9. Mai 1943 wird im Kölner Gürzenich wird die „Woche der schaffenden Jugend“ mit einer „Morgenfeier“ eröffnet. Hierbei erklärt DAF-Kreisobmann Grüsges, die Jugend sei Teil des totalen Krieges, mit dem Deutschland die „Brutalität“ seiner Gegner beantwortet habe und in dem sich das Leben auf die „beiden elementaren Forderungen: arbeiten und kämpfen“ reduziere.

NSDAP- Kreisleiter Schaller hält im Rahmen der „Woche der schaffenden Jugend“ eine Rede vor „den Jungarbeiterinnen eines Kölner Großbetriebes“. Darin führt er aus, dass der Krieg jedem Einzelnen das Recht auf ein „eigenbrötlerisches Dasein“ nehme. In der Haltung, die die Kölner Bevölkerung unter der Belastung des Luftkrieges eingenommen habe, drücke sich ihr Bekenntnis zum „Führer“ aus.

Gebietsmädelführerin Schulze spricht beim gleichen Anlass über die Durchführung der Woche auf dem Land und über die Bedeutung der „Mädelarbeit“, die „neun Zehntel aller deutschen Mädchen zwischen 14 und 20 Jahren“ erfasse.

Beide Redner stellen unisono den bedingungslosen Einsatz für die Gemeinschaft einem verwerflichen Individualsismus gegenüber, den sie als „liberalistisch-marxistische“ Denkweise bezeichnen.

Am 5. Juni 1943 fasst der „Westdeutsche Beobachter“ in einem Kommentar rückblickend nochmals den Sinn der „Woche der schaffenden Jugend“ zusammen: „Disziplin und Einsatzwillen auf Seiten der Jungen und Mädel, Ausbildung und Förderung durch die verantwortlichen Erzieher auf der anderen Seite sind die Garanten für eine geschlossene Leistungsfront der Jugend. Welche Anforderungen der Krieg noch an die Jugend stellen wird, kann heute noch nicht abgesehen werden.“

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