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Ereignisse
1934
Mai

HJ Mittelrhein übernimmt Turnunterricht an allen Schulen

Die HJ im Gebiet 11 Mittelrhein übernimmt als erstes Gebiet im Reich an allen Volks, mittleren und höheren Schulen ab dem 5. Schuljahr den Turnunterricht. Dabei werden unter Mitarbeit der Lehrer die Spielnachmittag in den "Dienst der Körperertüchtigung und des Geländesports" gestellt.

Die Neuregelung wird zuerst in Köln durchgeführt, anschließend folgen alle anderen Orte des Gebietes. Verantwortlicher HJ-Führer für die Übernahme ist Bannführer Schiffer, Abteilungsleiter im Gebiet Mittelrhein und Leiter der Gebietsführerschule "Paul Thewellis".

Am 2. Mai findet in dem Zusammenhang im Gebietshaus eine grundlegende Besprechung mit den Vertretern der Schulen statt.

Der Westdeutsche Beobachter lobt die Übernahme des Sportunterrichts als einen "weiteren wichtigen Schritt zur Einigung der deutschen Jugend". Die "einheitliche Körperertüchtigung im Geist der Hitler-Jugend" werde in "hervorragendem Maße berufen sein, die Jugend des neuen Deutschland zu formen": "Charakterschulung und Körperschulung werden in harmonischer Vereinigung Hauptziele der neune deutschen Jugenderziehung sein."

Unter den amtierenden Sportlehrern soll eine Eignungsprüfung stattfinden, denn viele von ihnen seien ungeeignet. Gerade auf dem Gebiet des Mädchenturnens, so Obergauführerin Liesel Rohlfing, herrsche ein "katastrophaler und geradezu ins Phantastische gehender Missstand".

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