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Ereignisse
1934
Januar

Lehrer an Kölner Schule beleidigt Schüler wegen Zugehörigkeit zur katholischen Jugend

Einige Schüler der Oberklasse der Schule Stolkgasse/Gereonswall in Köln beschweren sich am 11. Januar 1934 bei einem ihrer Lehrer, einem Priester, der vermutlich den Religionsunterricht erteilt, dass der Lehrer Mettlach sie wegen ihrer Zugehörigkeit zur katholischen Jugend als "Verräter" beschimpft habe.

Mettlach hat die Schüler bereits zuvor wiederholt beschimpft mit Worten wie "Kaplanssöhnchen", worüber die Schüler jedoch bisher hinweggegangen sind.

Über den Vorfall verfasst der Priester einen Bericht an den Rektor der Schule, Brand, in dem er sich das Verhalten Mettlachs verbittet: "Er hat nicht das Recht, Andersdenkende zurückzusetzen oder sie gar persönlich in ihrer Ehre tief zu kränken." Überdies beklagt er, dass sich Mettlach den Schülern gegenüber über die Kommandos der Kaplane lustig gemacht habe und eine Predigt kritisiert habe. Ein solches Verhalten, bei dem ein Kollege einen anderen Kollegen öffentlich herabsetze, habe er in 39 Jahren priesterlicher Tätigkeit noch nicht erlebt.

Eine Reaktion auf den Brief bleibt jedoch seitens des Rektors aus. Statt dessen lässt sich Mettlach "in gehässiger Form" in seiner Klasse gegen den "Denunzianten" aus.

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