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Ereignisse
1934
Mai

Sturmschärler in Erkelenz von Hitlerjungen verprügelt

Nach der Rückkehr von einer Marienwallfahrt nach Aachen werden zwei Sturmschärler in Erkelenz im Mai 1934 von zwei Hitlerjungen mit Schulterriemen geschlagen, nachdem diese auf den Gruß „Heil Hitler“ mit „Treu Heil“ geantwortet haben. Gegen einen hinzukommenden Gefolgschaftsführer, der ebenfalls mit einem Schulterriemen zuschlägt, wehrt sich einer der Sturmschärler mit einer Luftpumpe. Anschließend fahren die beiden katholischen Jugendlichen auf ihren Rädern davon, werden aber kurz darauf in Erkelenz von einer 20-köpfigen Gruppe HJ angerufen, da sie Kluft tragen. Inzwischen ist auch der Gefolgschaftsführer hinzugekommen, und die beiden Jugendlichen werden auf ihren Rädern angehalten. Der Gefolgschaftsführer gibt Befehl zum Losschlagen und die beiden Sturmschärler werden mit Schulterriemen geschlagen, bis sie in eine Wirtschaft fliehen können. Dort verlangen sie die Herausgabe ihrer Räder, was die HJ verweigert. Statt dessen drängt die HJ die Sturmschärler gemeinsam mit einem hinzugeholten SA-Mann zur Polizeiwache, wo ein Protokoll aufgenommen wird – nach dem Urteil eines der Sturmschärler in „ganz sachlicher“ Form.

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