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Ereignisse
1934
Januar

Störung des Jugendsonntags in Eschweiler

Am 21. Januar 1934 findet in Eschweiler ein Jugendsonntag für die weibliche und männliche Jugend aus Pumpe und Stich statt, der aus einem Jugendgottesdienst und einer gemeinsamen heiligen Kommunion der gesamten Jugend am Vormittag und einer feierlichen Andacht mit Ansprache des Diözesanpräses am Nachmittag zusammen mit den Neuaufnahmen in beide Kongregationen besteht. Nach dem 9 Uhr Gottesdienst wird dem örtlichen Pfarrer „in wenig galanter Form auf öffentlicher Straße“ durch einen Jungvolkführer das Uniformverbot für die konfessionellen Jugendorganisationen seitens der Staatspolizeistelle Aachen übermittelt.

In einem Schreiben über den Vorfall an das Generalvikariat in Aachen versichert der Pfarrer, er hätte den Jugendsonntag bei Kenntnis des Verbots nicht durchgeführt, doch er sei seit geraumer Zeit geplant und daher auch in „streng kirchlicher Form“ trotz „Drohungen und Postierung der HJ“ durchgeführt worden.

Während des Nachmittags überschmiert die HJ das Christusmonogramm, das im Giebel des Pfarrjugendheims angebracht ist, mit Kalk und beschmutzt die Wände mit Zeichen.

Wegen der „drohenden Haltung der HJ“ muss für den anschließenden Elternabend Polizeischutz in Anspruch genommen werden, der nach Rücksprache des Pfarrers mit dem Polizeiinspektor von Eschweiler auch „bereitwillig gewährt“ wird.

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